"Wacker muss den Spielplatz bauen!"

Spenden Sportverein sammelt für einen neuen Spielplatz

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"Wacker muss den Spielplatz bauen!" Noch fehlen auf dem Spielplatz Rutsche, Schaukel, Wippe & Co. Aber die ersten Spenden sind eingegangen. Foto: Karsten Repert

Plauen. Kein Geld, aber viele Kinder. Wie soll ein Sportverein da einen Spielplatz bauen? Das "Wacker-Jugendprojekt 2022" kann scheinbar helfen. Dahinter verbirgt sich ein kleines Kinderhilfswerk.

Der 1. FC Wacker Plauen hatte erst zu Monatsbeginn über den anvisierten Spielplatzbau berichtet. Vereins-Chef René Jahn ging im Namen der 308 Mitglieder an die Öffentlichkeit und bat um Spenden, weil der Verein für seine elf Nachwuchsmannschaften so schon pro Saison etwa 25.000 Euro aufbringen muss.

Der Spenden-Aufruf zahlt sich aus

"Wir müssen jetzt einen neuen Spielplatz bauen, weil der Bedarf einfach da ist. Aber Geld dafür haben wir nicht. Und Schulden machen, das ist keine Option." Schon einmal hatte der Fußball- und Kegler-Verein eine große Geldsumme zusammengesammelt. 400 Spender zahlten ein. Anstelle von einem erhofften Vereinsbus, konnten zwei Fahrzeuge angeschafft werden. Diesmal fehlen insgesamt 8.000 Euro.

"Wir hatten gehofft, dass manch einer noch ein paar Euro übrig hat für uns. Dass wir aber aus dem Stand gleich um die 3.000 Euro an Geld- und Sachspenden erhalten, das kann man gar nicht wirklich glauben", staunte Wacker-Urgestein Ralf Schneider heute Mittag.

Anja Hofmann ist begeistert. Die junge Mama freut sich riesig auf die Kinderspielanlage, sofern diese wirklich entsteht. "Auf dem Sportplatz in der Ostvorstadt toben an jedem Nachmittag viele Kinder. Und das eben nicht nur auf dem Spielfeld", berichtet die Krankenschwester, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt.

Der Hintergrund:

Die Wacker-Rabauken (4 bis 6 Jahre) spielen eben nicht immer nur Fußball. Manche Kinder tauschen den Ball auch gerne mit Buddeleimer und Backform. Und Mutti bringt zum Training natürlich auch noch die kleine Schwester oder den mittleren Bruder mit. Auf dem bisherigen Spielplatz war also ständig was los. Denn beim 1. FC Wacker gibt es täglich Nachwuchstraining.

Das liegt daran, dass neben den Rabauken auch noch die G1- und G2-Junioren sowie die F1- und F2-Junioren das Fußballeinmaleins erlernen. Das heißt, Wacker schickt alleine schon im Bereich der Altersklasse U9 fünf Mannschaften aufs Feld. Wegen der beiden neuen Vereins-Busse musste ein Carport gebaut werden und dem fiel nun der provisorische Spielplatz zum Opfer. Nun hofft der Verein, dass viele Bürger spenden.

Das Geld fließt ausnahmslos in den Spielplatz

Vereins-Chef René Jahn betont: "Was wir versprechen können ist, dass jeder Euro direkt in Material oder Geräte geht. Das gilt auch, wenn wir die erhoffte Summe von 8.000 Euro übertreffen. Denn rund um unseren Nachwuchs-Kunstrasen wollen wir für unsere Gäste zudem auch noch Sitzgelegenheiten schaffen. Die kosten extra nochmal viel Geld." Spender-Informationen gibt es unter www.wacker-plauen.de