Was von der SMS übrig bleibt

Festival Gäste lassen ihren Müll auf dem Gelände in Saalburg zurück

Foto: Simone Zeh

Saalburg. Drei Tage und Nächte haben die Techno-Fans am Wochenende an der Bleilochtalsperre in Saalburg gefeiert, viele der zumeist jungen Besucher noch länger, denn die Anreisewelle für das Techno-Musikfestival Sonne, Mond, Sterne hatte schon am Mittwoch begonnen.

Innerhalb kürzester Zeit entstand eine richtige Zeltstadt. Wichtigste Utensilien der Feiernden waren diesmal nicht Flipflops und Sonnencreme, sondern Ponchos und Gummistiefel, denn anhaltendes Regen hatte das Festivalgelände in eine Schlammwüste verwandelt. Der Partylaune tat dies keinen Abbruch, gefeiert wurde rund um die Uhr, ausgelassen und vor allem bei lautstarken Klängen.

Der Müll geht nicht mit auf Rückreise

Rund 35.000 Besucher machten sich gestern von der auf den Weg in heimatliche Gefilde, ob nach Hamburg, Berlin oder Bayern. Die Rückreisewelle in Richtung der Autobahn machte sich bis zum Nachmittag mit dichtem Verkehr und Staus auf den Straßen bemerkbar. Die Polizei - die auch am Wochenende so einige Einsätze absolvierte - hatte zu tun, den Verkehr zu regeln.

Übrig auf der etwa 120 Hektar großen Partyzone bleib so einiges, wie aus den Vorjahren gewohnt sah es nach dem SMS-Wochenende bunt und mächtig chaotisch aus. Denn erfahrungsgemäß nehmen die Gäste längst nicht alles wieder mit, was sie für die Party angeschleppt hatten. So türmten sich auf den Wiesen rund ums Areal ausgediente Zelt, Pavillons und Campingstühle, auch verdreckte Gummistiefel. Dazu gesellten sich ganze Couchecken, Tische, auch Kühlschränke sowie jede Menge Plastikmüll. Alles Dinge, die vom ausgelassenen Feiern zeugen und übrig geblieben sind.

Es gibt keine Auflage, dass die Besucher ihren Müll selbst entsorgen müssen. Der Veranstalter lässt die Wiesen beräumen und säubern, tonnenweise Müll ist zu entfernen. Es dauert erfahrungsgemäß einige Tage, bis dann nichts mehr an die große, zumeist friedlich verlaufende Techno-Party erinnert.