"Wir müssen endlich wieder gewinnen"

Fussball Der VFC Plauen will in Ludwigsfelde zweiten Auswärtssieg

Plauen. 

Plauen. Der Fußball-Oberligist VFC Plauen (11. Platz | 25:24 Tore | 20 Punkte) ist im Abstiegskampf angekommen. Am Samstag müssen die Plauener zu einem direkten Konkurrenten. Beim Ludwigsfelder FC (13. Platz | 18:23 Tore | 17 Punkte) geht es für die Vogtländer darum, irgendwie die Trendwende einzuleiten. Die Talfahrt der Spitzenstädter hat ihren Ursprung in einer heftigen Ergebniskrise. Anstelle des angestrebten Tabellenplatzes im oberen Drittel der Liga, rangieren nach der 0:2-Heimniederlage gegen Bernburg nur noch fünf Vereine hinter den Plauenern. Das Novum: Von den 17 bisherigen Punktekämpfen kam es in 15 Duellen zu einem knappen Spielverlauf. Und weil die Plauener trotz sich bietender Chancen immer wieder ein Tor zu wenig erzielten, droht jetzt der Abstieg in die Sachsenliga.

Schönspielerei brachte bisher nur wenig ein

VFC-Trainer Daniel Rupf stellt klar: "Wir haben besser gespielt, als es der Tabellenstand aussagt. Aber jetzt ist diese Erkenntnis bedeutungslos. Wir müssen zielstrebig punkten. Punkt!" Solch eine Schizophrenie hat der VFC-Coach noch nicht erlebt. Das VFC-Torekonto ist nämlich leicht im Plus, weil die Plauener lediglich zweimal drei Gegentreffer (2:3, 1:3) als höchste Niederlage kassierten. Genau deshalb ist man beim VFC auch mit Blick auf die drei kommenden Auswärtsspiele optimistisch. Die drei Kontrahenten Ludwigsfelde (9.3.), VfL Halle (16.3.) und Hohenstein-Ernstthal (22.3.) rangieren in der Tabelle hinter dem VFC. "Es ist für uns also möglich, Zählbares zu verbuchen", fordert Daniel Rupf. Dass seine Mannschaft in der Auswärtstabelle derzeit nur Vorletzter ist, liegt an zwei Fakten. Die Spitzenstädter haben erst sieben Auswärtspartien bestritten. Und das in der Mehrzahl bei den Spitzenteams, wo es oft knappe Niederlagen gab.

Schönrednerei bringt auch niemanden weiter

"Es gibt dabei aber nichts schönzureden. Wir müssen endlich wieder gewinnen", sagt VFC-Trainer Daniel Rupf. In Ludwigsfelde fehlen ihm Edvardas Lucenka und Gregor Eigel verletzungsbedingt. So schlimm wie es das Tabellenbild aussagt, ist die Situation übrigens aus Plauener Sicht (noch) nicht. Denn die BSG Wismut Gera (aktuell 7. Platz) hat den freiwilligen Rückzug aus der Oberliga beschlossen. Sie steigt also nach entsprechendem Antrag beim NOFV in die Thüringenliga ab. Und da Schlusslicht Blau-Weiß Zorbau erst zwölf Punkte auf dem Konto und derzeit acht Zähler Rückstand zum VFC Plauen hat, müssen die Vogtländer demnach dann theoretisch "nur" noch den Tabellenvorletzten hinter sich lassen. Dazu betont VFC-Trainer Daniel Rupf: "Es ist natürlich nicht der Anspruch des VFC Plauen, Drittletzter zu werden. Wir wollen unbedingt da unten raus."