Wunsch nach Veränderung

Flüchtlingskrise Immer mehr Vogtländer wollen nicht weitermachen wie bisher

Besonnen und angespannt verfolgt das Vogtland die Flüchtlingskrise. Die Meinungen gehen zwar noch immer weit auseinander. Doch in der Region wird den Menschen deutlich, dass Dialog und Mitspracherecht im weiteren Verlauf durchaus Wirkung erzielen. Die Frage, ob Sachsens Landräte ihren Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel auch ohne die Rückendeckung des Volkes abgesendet hätten, bleibt unbeantwortet. Nur wenige Wochen nach Amtsübernahme hat sich auch Rolf Keil (Vogtlandkreis) getraut, zu unterschreiben. Der neue Vogtland-Landrat sagte bereits vor fünf Wochen vor führenden Unternehmern der Region, "dass ich gezwungen bin das Asylgesetz umzusetzen. Ob es mir gefällt oder nicht", so Keil am 6. Oktober. Neun Landräte in Sachsen fordern nun ganz offen eine veränderte Ausrichtung der Asylpolitik. Die vogtländischen CDU-Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas und Robert Hochbaum stärken bei der Frage des Familiennachzugs Innenminister Thomas de Maizière den Rücken. "Auch wir sind der Meinung, dass der angemessene Schutzstatus gerade auch von syrischen Flüchtlingen auf den Einzelfall bezogen, geprüft werden muss. Einen Automatismus darf es nicht geben. Schon jetzt stehen wir in Deutschland bei den immens hohen Flüchtlingszahlen fast mit dem Rücken an der Wand. Eine automatische Vervielfachung werden wir nicht stemmen können." Info: Die Demonstration der Bürgerbewegung "Wir sind Deutschland" beginnt in Plauen am Sonntag 16 Uhr. Andere Meldungen waren falsch. kare