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Knallhartes Winterrennen

Gaudi In Pausa fuhren die Trabanten und Blechautos kreuz und quer

Pausa. 

Das war wirklich nichts für Weicheier. Wer beim Winterrennen in Pausa dabei sein wollte, musste schon etwas hart gesotten sein. Das zeigte sich am Samstag im Gewerbegebiet, als die Motoren heulten und der Schnee nur so stob. Anja Tröger aus Hohndorf bei Stolberg freute sich: "Ich fahre zum ersten Mal selbst" und deutete auf ihren Fiat Cinquecento. "Dabei bin ich zum dritten Mal." Ihren weißen Fahruntersatz hatte sie mit lauter roten Rosen beklebt. "Man soll ja sehen, dass es ein Mädchenauto ist", so die Blondine in pinkfarbener Winterjacke voller Vorfreude aufs Rennen. "Frauenpower eben". Und Freundin Conny Haase meinte, es seien ja alles Schrottautos hier. Ein paar Meter weiter sprühte Lukas Nagel auf den türkisfarbenen Subaru mit Lackfarbe schnell noch ein paar gelbe Muster und Schriftzüge, während Niklas Haase den Daumen hoch hielt. Die Chemnitzer waren bester Laune. Sie gehörten zu einer Truppe mit elf Autos, die aus Chemnitz gekommen waren. Enrico Busch vom Pausaer Trabantclub hatte bis kurz vor dem Start 32 Blechautos und Trabis sowie insgesamt 51 Teilnehmer gezählt. "Mit so vielen haben wir gar nicht gerechnet. Die ersten waren ja schon zwei Tage vorher da." Wettertechnisch wähnte man sich schon etwas an der Grenze, hatte Cheforganisator Lutz Jacob gesagt, aber man wollte es durchziehen. Und so gab er per Flagge kurz vor elf den Start frei, und die ersten wagten sich auf die präparierte Piste. Am Start waren als Lokalmatadoren auch die Vereinsmitglieder von "Pametall" aus Pausa mit vier Autos.

Kreuz und quer, auch mal rückwärts ging es dann auf dem Parcours zu, die Blechautos und Trabanten waren jeweils abwechselnd an der Reihe, ihre Runden zu drehen. Unentwegt waren Quads und der Traktor mit Schiebeschild im Einsatz, um vom Parcours abgekommene Fahruntersätze aus dem Schnee zu bugsieren und sie wieder auf Linie zu bringen. Die Motoren heulten, Schneewehen stoben durch die Luft, die Fahruntersätze drehten sich. Sieger gab es an diesem Tag nicht, der Spaß sollte im Vordergrund stehen.



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