750 Jahre Wiedersberg - Ein Grund zum Feiern

Jubiläum Zum großen Fest kommen "Die Original Zillertaler" aus Österreich

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In Wiedersberg war es lange dunkel. Doch seit 27 Jahren geht hier endlich wieder die Deutsch-Deutsche Sonne auf. Foto: Karsten Repert

Wiedersberg. Es liegt nur 20 Autominuten von Plauen entfernt. Und Wiedersberg wartet zum 750. Jubiläum sogar mit spektakulären Nachrichten auf. Von daher kann man die Wiedersberger auch gut verstehen, wenn die sich wünschen, mehr ins Rampenlicht gerückt zu werden. Kommendes Wochenende ist in diesem Ortsteil von Triebel nämlich mächtig was los. Unter anderem kommen "Die Original Zillertaler" aus Österreich.

Und dieser Umstand kommt eigentlich einem Wunder gleich, wenn man mal etwas genauer hinschaut. Wiedersberg wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Nähe zur innerdeutschen Grenze erdrückt. Der Ort geriet 1960 in die Fünf-Kilometer-Sperrzone und war nur noch mit Passierschein zu erreichen. Es begann der Verfall. Und erst mit dem Fall der tödlichen Mauer (1989) bekamen die stolzen Wiedersberger ihr wunderschönes Dorf zurück. Es begann ein Wiederaufbau, der seinesgleichen sucht.

Heute, 750 Jahre nach der ersten Ansiedlung kann man sagen: Nie zuvor seit dem Jahr 1267 war Wiedersberg schöner. Für diese grüne Idylle sorgen vor allem die 88 Bewohner, die sich gesellschaftlich unter anderem in der Dorfgemeinschaft, im Verein zum Erhalt der Kirche, in der Freiwilligen Feuerwehr und im Imkerverein engagieren. Als Bürgermeisterin der Gemeinde Triebel, zu der Wiedersberg gehört, schwärmt Ilona Groß von dieser Ortschaft. "Die Wiedersberger haben zum Beispiel 1992 begonnen, ihre Kirchenruine wieder aufzubauen. Heute kann man in der Michaelis-Kirche wieder den Gottesdienst besuchen". Jahrzehnte war jenes Gemäuer dem Verfall preisgegeben.

Sollten sich also Auswärtige nächste Woche auf den Weg nach Wiedersberg machen, dann darf man diesen Gästen empfehlen, eine Kleinigkeit für die Kirche zu spenden, weil die natürlich nun auch weiter erhalten bleiben soll. Wiedersberg feiert 750 Jahre. Und lädt alle Vogtländer herzlich ein.



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