Bürgerinitiative stellt Weichen für die Zukunft

Engagement Mitglieder setzen sich für die Umwelt ein

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350 Sträucher hatten 90 Mitglieder der Bürgerinitiative zum Schutz der Natur und Umwelt von Gold-bis Rosenbach dieses Jahr gepflanzt. Foto: Simone Zeh

Kloschwitz. Jungen Leuten Verantwortung zu übertragen, das hat jetzt der die Bürgerinitiative zum Schutz der Natur und Umwelt von Gold- bis Rosenbach getan. "Man sieht, was engagierte Bürger erreichen können. Es reicht auch nicht, nur gegen etwas zu sein." Wenn Peter Luban aus Rößnitz, Vereinsvorsitzender und Künstler, das sagt, spricht auch der Stolz auf die Bürgerinitiative aus ihm. Der gemeinnützige Verein zählt 350 Mitglieder.

Der Überalterung entgegenwirken

Zur Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. "Das Problem ist, dass viele Vereine überaltern, dem wollen wir Vorsorge tragen", erklärt Peter Luban, der alte und neue Vereinsvorsitzende. Vorsorge, indem man jungen Leuten mehr Verantwortung gibt. "Wir haben unseren Vorstand erweitert, weil die Aufgaben vielfältiger werden und ihn gleichzeitig verjüngt."

Bäume, Hecken und Sträucher wurden gepflanzt

Das Hauptaugenmerk will der Verein weiter auf die ökologische Aufwertung der Region richten. Als größtes Projekt hatte der Verein 2015 begonnen, auf der gekauften von drei Hektar Fläche eine Streuobstwiese anzulegen. Im Frühjahr pflanzten 90 Vereinsmitglieder 350 Sträucher, eine Fruchthecke, die Vögel zum Nisten und deren Beeren ihnen als Nahrung dienen soll. Die Sträucher sollen den 60 Obstbäumen der Streuobstwiese Windschutz geben und das Areal abschließen. In drei Etappen sollen jeweils weitere 40 Obstbäume alter Sorten in die Erde gebracht werden. Bald startet die nächste Pflanzaktion.

Gegen den Tagebau

Der Verein sieht sein Ziel weiter darin, einen Tagebau in der Nähe von Kloschwitz zu verhindern. "Wir gehen respektvoll miteinander um, haben Kontakt zum Bergamt und zu Politikern", sagt Peter Luban. "Wir haben den geplanten Tagebau verhindert, der ehemalige Betreiber sei abgelehnt worden. Doch das könne nicht heißen, dass das Thema für immer ganz vom Tisch ist. "Wir wollen den Elan, gegen den Gesteinsabbau zu sein, umschmelzen in Positives."