Bundesweiter Corona-Hotspot Greiz

Coronakrise Wie reagiert die Stadt?

Greiz. 

Greiz. Im Landkreis Greiz wurden im Zeitraum vom 1. bis 6. Mai genau 65 Neuinfektionen registriert. Weil der Landkreis Greiz damit die zurzeit höchste Zahl an wöchentlichen Neuinfektionen bundesweit aufweist und wie man gedenkt, mit den im Land geplanten Lockerungen umzugehen, nimmt Landrätin Martina Schweinsburg Stellung. "Zu begründen ist diese Zunahme damit, dass vom 1. bis 3. Mai in sechs Pflegeeinrichtungen Bewohner und Personal durchgetestet wurden und in einer Klinik das Personal. " Das Testergebnis ergab hinsichtlich der 462 Bewohner gesamt 29 positive Fälle, das entspricht 6,3 Prozent. Zum Personal zählen 393 Menschen, davon positiv getestet wurden 18, das entspricht 4,6 Prozent. "Dieses Testergebnis ist eine Momentaufnahme. Nach den Richtlinien des RKI müssen in Einrichtungen mit Positiv-Fällen weitere regelmäßige Tests folgen - mindestens einmal wöchentlich. Das heißt, auch die Fallzahlen könnten weiter steigen", heißt es vom Landkreis.

"Wir sind uns bewusst, dass es für uns eine Gratwanderung ist. Einerseits ist es wichtig, die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, andererseits können wir unserer Wirtschaft, unsere Gastronomie keine weiteren Blockaden aufbürden", so die Landrätin. "Um es klar zu sagen: Der Landkreis wird sich nicht in Quarantäne begeben. Der Massentest hat nicht zuletzt gezeigt, wo unsere Infektionsschwerpunkte liegen, das ist und bleibt der südliche Teil des Landkreises mit den Zentren Greiz und Zeulenroda-Triebes."

Kristenstab in Beratung

Der Krisenstab des Landkreises soll nächste Woche darüber beraten, ob und inwieweit man im Landkreis Greiz besondere Maßnahmen ergreift, um der aktuellen Situation gerecht zu werden.

Martina Schweinsburg: "Unser Ziel ist es, dass wir uns soweit als möglich an der für nächste Woche angekündigten Thüringer Verordnung orientieren. Denn es macht in meinen Augen wenig Sinn, bei uns alles zu verbieten, was wenige Kilometer weiter möglich ist. Wir sind nun mal ein Landkreis, der gleich an drei Bundesländer grenzt. Deshalb ist es wichtig, Entscheidungen verantwortungsbewusst und mit Augenmaß zu treffen. Abstimmung mit Fachleuten im eigenen Haus und auf Landesebene sowie Gründlichkeit gehen für mich da ganz klar vor Schnelligkeit."