Das erfolgreichste Freibad

Bürgerprojekt Stadt Plauen muss jährlich nur 13.000 Euro zuschießen

Ein voll finanziertes Freibad gibt es eigentlich nicht. Das sagen die Fachleute schon ewig. Als dann vor 15 Jahren Oberbürgermeister-Kandidat Ralf Oberdorfer mit der Wiedereröffnung des aus Kostengründen geschlossenen Freibades Haselbrunn auf Stimmenfang ging, waren viele Plauener skeptisch.

Was die Menschen nicht wussten: "Wir hatten alles genau durchgerechnet und durchgeplant. Natürlich geht so etwas. Jeder kann das heute sehen", betont Dr. Bernd Märtner, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Fördervereins. Das Erfolgsgeheimnis des Plauener Unternehmers ist einfach und kompliziert zugleich. "Sinnlose Kosten vermeiden. Langsam wachsen. Die richtigen Partner finden. Niemals den Ausgangspunkt aus den Augen verlieren", zählt der Diplom-Ingenieur auf. 32.000 Besucher zählte in diesem Jahr ganz gewiss kein anderes Bad im Vogtland. Die Stadt muss trotz sensationell günstiger Eintrittspreise jährlich nur 13.000 Euro zuschießen. Das Freibad Haselbrunn - so vermuten inzwischen die Experten - ist wahrscheinlich bundesweit das erfolgreichste Bad überhaupt, wenn man den Bürgernutzen, die Kosten und den ständig wachsenden Gesamtwert des Areals ins Verhältnis setzt. Der Förderverein mit Thomas Hahn, Wolfgang Müller und Stephanie Schädlich an der Spitze investiert ständig. Zehn-Meter-Sprung-Turm, Riesenrutsche und Spiel-Angebote für alle Altersgruppen gibt es in dieser Form nirgends. Bernd Märtner träumt nun für Plauen vom Neubau einer Multi-Funktions-Arena. Durchgerechnet ist alles bereits. kare