Das Neunerlei darf nicht fehlen

Rodewisch Weihnachtsausstellung im Museum "Göltzsch" auf der Schloßinsel

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Das Neunerlei im Rodewischer Museum zeigt Anita Hopf. (Kuerzel: sz)

Rodewisch. Das "Neunerlei" ist ein überlieferter Weihnachtsbrauch und beinhaltet neun verschiedene Speisen, die zu Heiligabends im Vogtland und im Erzgebirge gerne aufgetischt werden. Jede Speise hat ihre besondere Bedeutung: Grüne Klöße bedeuten das große Geld und Hirse, dass einem das Kleingeld nicht ausgeht. Der Stollen versinnbildlicht das gewickelte Christkind. Das Kompott soll das Leben versüßen. Und Sauerkraut steht dafür, dass einem das Leben nicht sauer wird. Brot, Salz und Fleisch gehören ebenfalls zum Neunerlei.

Aufgetischt wurde das Neunerlei zur traditionellen Weihnachtsausstellung im Museum "Göltzsch" auf der Schloßinsel Rodewisch. Schwibbögen, Nussknacker, Puppenküchen und vieles mehr ist hier zu sehen. Mit ihrem Team hat Museumsleiterin Martina Bundszus das ganze Haus geschmückt. Schon im Foyer erwartet den Besucher eine Räuchermannchenparade, die sich auf einer großen Pyramide befindet. Schwibbögen aus der Region, die etwa das Treuener Schloss oder die Göltzschtalbrücke zeigen, hat Peter Heinzmann aus Lengenfeld zur Verfügung gestellt. Das Thema Stollen entdeckt man in der großen Szene des Weihnachtsmarktes, die einen Blick in die Backstube gewährt. Auch Weihnachtsmänner in Gartenzwergoptik aus der Gräfenrodaer Gartenzwergmanufaktur sind zu bewundern. "Von der Rauchfang-Küche zur modernen Mikrowelle", die Entwicklung der Küchentechnik im Spiegel der Puppenküchen, heißt ein weiterer sehenswerter Ausstellungsteil. Die digitale Modelleisenbahnanlage in der Spur H0 zeigt die Arbeitsgemeinschaft vom Pestalozzi-Gymnasium.