Der Kampf gegen das Komasaufen geht weiter

Kampagne DAK-Gesundheit startet zum zehnten Mal "bunt statt blau"

Plauen. 

Plauen. Bundesweit werden jedes Jahr hunderte Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die aktuelle Statistik spricht von 21.721 Kids (Stand 2017). Experten fordern deshalb eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

Vor allem auch deshalb, weil die Quote im Vergleich von 2016 zu 2017 um 2,6 Prozentpunkte gesunken ist. Die DAK-Gesundheit startet jetzt im Vogtlandkreis ihre neue Kampagne gegen das Komasaufen. "Bunt statt blau" sucht nun zum zehnten Mal die besten Schüler-Plakate gegen den Alkoholmissbrauch. Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch.

Schon 95.000 Plakate wurden gestaltet

Antje Grünler ist die Leiterin des DAK-Servicezentrums in Plauen: "Alle Schulen im Vogtlandkreis sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen", lässt Antje Grünler wissen. Verbunden mit der Kampagne ist die "Aktion Glasklar", die seit 14 Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. Beim sogenannten Komasaufen gab es 2017 in der Vogtland-Region mit 65 Betroffenen einen Anstieg um 25 Prozent.

"Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden", fordert Antje Grünler. "Bei 'bunt statt blau' werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders. Seit 2010 haben bundesweit mehr als 95.000 junge Künstlerinnen und Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus dem Vogtlandkreis.

Die Kampagne "bunt statt blau" wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. Antje Grünler betont: "Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut. "Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch. Alle Infos zur Kampagne gibt es hier.