Der Rekordmeister ist in Plauen zu Gast

Wasserball SVV empfängt Spandau 04

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SVV-Kapitän Alexander Fritzsch (Mitte) ist mit den Plauener Wasserballern ins Halbfinale der B-Gruppe eingezogen. Foto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Plauen. Mit einem Paukenschlag melden sich die Wasserballer des Schwimm-Vereins "Vogtland" Plauen zurück aus der spielfreien Zeit. Im Viertelfinale des deutschen Wasserballpokals empfangen sie an diesem Samstag ab 16 Uhr keinen Geringeren, als den Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 aus Berlin.

Eine große Ehre für die Plauener

Die Berliner, die gern als FC Bayern des deutschen Wasserballs bezeichnet werden, dominieren die Bundesliga seit Jahrzehnten und konnten bislang über 30 Meistertitel feiern. In internationalen Begegnungen repräsentieren die Hauptstädter den deutschen Wasserball regelmäßig in der Champions League und die Spandauer konnten in den vergangen Partien sogar gegen osteuropäische Wasserball-Hochburgen bestehen. Nun wartet im Viertelfinale des deutschen Pokals der SVV Plauen, wo man dem Pokal-Knüller seit Wochen entgegenfiebert.

SVV-Trainer Jörg Neubauer stellt klar: "Für uns ist es schwer vorstellbar, welche Wasserball-Übermacht uns da gegenübersteht. Wir haben die vergangenen Spiele der Spandauer akribisch analysiert, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Wasserball auf diesem Niveau ausschaut." Dass ein solcher Verein nicht zum Freundschafts- sondern zu einem Pflichtspiel in Plauen antritt, das ist für die Vogtländer eine große Ehre. Zugleich bereitet Coach Neubauer seine Männer mental und körperlich auf einen besonderen Tag vor: "Dieses Spiel wird für uns eine Grenzerfahrung."

Das beste Wasserball-Publikum trifft auf den deutschen Rekordmeister

Der Klassenunterschied zwischen Mannschaften der Bundesliga Gruppe A und Gruppe B ist in den meisten Fällen bereits beträchtlich. SVV-Pressesprecher Felix Winkler verdeutlicht: "Teams wie Spandau 04, die auch international Erfolge feiern und denen es gelingt, europäische Spitzenspieler zu verpflichten, spielen gefühlt in einer ganz anderen Liga. Diese Unterschiede werden am Samstag bestimmt deutlich." Das weiß auch Trainer Jörg Neubauer: "Im regulären Liga-Betrieb spielen wir nicht gegen derartige Hochkaräter, was uns natürlich in die klare Außenseiterrolle zwingt.

Anders als zum Beispiel beim Fußball ist es im Wasserball nahezu ausgeschlossen, dass der Underdog für die große Überraschung sorgt. Dennoch setzen die Plauener natürlich auf ihre erstklassige Kulisse, die bundesweit zu den Besten gehört. Im Plauener Stadtbad treffen also das beste Wasserball-Publikum und der deutsche Rekordmeister aufeinander.

Im Plauener Lager geht man davon aus, dass die Spandauer trotz des vollgepackten Terminkalenders, bestehend aus Pokal, Liga und Champions League, mit dem Top-Team ins Vogtland reisen. "Die Berliner bestreiten bereits eine Woche später ihr nächstes Champions-League Spiel und werden die Partie gegen uns nutzen, um die ein oder andere taktische Variante zu probieren", vermutet der Plauener Trainer Jörg Neubauer.