Der Weg für den Edeka-Markt ist frei

Nahversorgung Bebauungsplan soll grenzenloses Wachstum in Plauen verhindern

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Hier soll neu gebaut werden. Foto: Karsten Repert

Plauen . Ein neues Nahversorgungszentrum ist im Sinne der Anwohner. Und der Stadtrat in Plauen hatte sich Ende September mit 19:14 Stimmen für die nachfolgende Variante entschieden. In einem Brief hat Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer nun vergangene Woche der Geschäftsführung von Edeka die Unterstützung der Stadt Plauen für einen Neubau eines Lebensmittel-Vollsortiment-Marktes am Standort Reißiger-, Martin-Luther-, Lessingstraße zugesichert.

"Der Stadtrat ist dem Vorschlag der Stadtverwaltung mehrheitlich gefolgt, den Aufstellungsbeschluss für einen einfachen Bebauungsplan zu fassen. OB Ralf Oberdorfer findet "Das hat folgende Vorteile: Edeka kann sofort - auch vor Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes in etwa einem Jahr - einen Bauantrag auf Grundlage des positiv erteilten Vorbescheides in der Größenordnung von 1.905 Quadratmetern stellen." Zum Vergleich: Der Edeka-Markt an der Neundorfer Straße umfasst eine Verkaufsfläche von lediglich etwa 1.300 Quadratmetern.

Trotzdem: Kein ungesteuertes Wachstum des Einzelhandels

Als weiteres Ziel des Bauleitplanverfahrens ist die Schaffung von Baurecht für den seitens des Einzelhandelskonzerns angestrebten Kreisverkehr zu nennen: "Dieses Ziel wird auch von der Stadt Plauen unterstützt. Wir gehen davon aus, dass Edeka dieses Ziel selbst finanzieren wird." Ralf Oberdorfer: "Deutlich sagen will ich außerdem, dass wir mit dem einfachen Bebauungsplan bestimmten Überlegungen auch Grenzen setzen wollen: In direkter Nachbarschaft des neuen Marktes ist kein ungesteuertes Wachstum von Einzelhandelsflächen mit Waren, die über eine Nahversorgung hinausgehen, vorgesehen."