"Ein guter Tag für Hof"

Blick zum Nachbarn Vertragsunterzeichnung für das Verkehrsgüterzentrum

Was lange währt, wird gut - so heißt es in einem Sprichwort. Fast fünf Jahre hat es gedauert, bis es zur Vertragsunterzeichnung für das neue Logistik- und Güterverkehrszentrum (GVZ) am Hofer Hauptbahnhof kam. Die mitunter auch schwierigen Vertragsverhandlungen zwischen der Stadt Hof und der Firma Pöhland haben am Montag mit der Vertragsunterzeichnung einen versöhnlichen und für alle Beteiligten sichtlich erfreulichen Abschluss gefunden.

Die Vertragsunterzeichnung war für den bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil ein Grund, gleich mit zwei Förderbescheiden nach Hof zu kommen - für das Projekt "Smart Grid Solar Hof/Arzberg" und für das Güterverkehrszentrum am Hauptbahnhof. Mit insgesamt sechs Millionen Euro wird der Freistaat Bayern am Ende das in mehreren Ausbaustufen geplante Vorhaben mit einem Kostenvolumen von rund zwölf Millionen Euro fördern.

Für den Hofer Oberbürgermeister Harald Fichtner war der Montag "ein guter Tag für Hof". Dieser Tag belege, so Fichtner, "dass der Strukturwandel in der Stadt und der Region in vollem Gange ist". Allerdings ist das Projekt zum Ausbau des Güterverkehrszentrums, das fast in der Mitte der Stadt Hof liegt, nicht unumstritten. Vor allem die Anwohner befürchten eine immense Zunahme des Schwerlastverkehrs beim An- und Abtransport der riesigen Container, geschweige von der Lärmbelästigung, besonders in den Abend- und Nachtstunden.