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Ein letztes Mal glücklich sein...

Wünschwagen Plauener Unternehmen spendet und hofft auf Kettenreaktion

Plauen. 

Plauen. Noch einmal an die Ostsee fahren. Oder sich verabschieden von den lieben Arbeitskollegen? Was wünscht man sich als letztes, bevor das Leben endet? "In beiden Fällen haben wir einem Sterbenden diesen letzten Wunsch erfüllt", erzählt das Team vom Arbeiter-Samariter-Bund Sachsen (ASB) ganz leise. Plötzlich bleibt sie stehen, die Zeit. Geschäftsführerin Diana Matthes ist stolz auf ihre ehrenamtliche Mannschaft. Mit dem "Wünschewagen" waren Janett Meinel, René Mattes, Horst Dietz sowie die sechs anderen Krankenpfleger und Rettungsassistenten bereits achtmal im Vogtland unterwegs. Und zwar nur in diesem Jahr! "Wir haben schwerkranken Menschen noch einmal einen perfekten Tag geschenkt." Dann wurde es kurz still zum Pressetermin...

 

Der Wünschewagen für das letzte Glück

 

Das ASB-Team vom Kreisverband Vogtland weiß: "Wenn wir mit dem Wünschewagen kommen, dann bleibt nur noch ganz wenig Zeit. Für den letzten Wunsch gibt es keine zweite Chance." Und so fahren diese wunderbaren Menschen mit ihren Patienten wohin auch immer sie wollen. Pro Jahr werden die Wünschewagen 1.000 Mal in ganz Deutschland angefordert. Die Vogtländer waren schon bei einem Fußballspiel des FSV Zwickau, beim Michelle-Konzert in Dresden, haben in Ulm einen Enkel und dort den Weihnachtsmarkt besucht. "Wenn ein Mensch weiß, dass er sterben muss, dann ist er unglaublich froh, wenn wir kommen." Obwohl es kaum eine schwierigere Aufgabe gibt, liebt Horst Dietz dieses Ehrenamt: "Unsere Bezahlung ist es mitzuerleben, wie diese Menschen noch einmal aufblühen. Viele schütten so viele Glückshormone aus, dass sie für ein paar Stunden sogar ohne Schmerztabletten auskommen."

 

Ein großes Dankeschön an alle Spender

 

Den BLICK-Reporter bestellt hatte Korinna Korsing vom Unternehmen Korsing Communication mit Sitz im Mammengebiet auf der Gebrüder-Lay-Straße 28 in Plauen. Denn der Wünschewagen muss sich rein weg aus Spenden finanzieren. "Ich finde das ganz schlimm, dass im reichen Deutschland für solch ein tolles Projekt kein Geld da ist", kritisiert Horst Dietz die fehlende Unterstützung. Korinna Korsing konnte helfen: "Wir spenden 1.000 Euro und hoffen, dass unserem Beispiel weitere Unternehmen oder Privatpersonen folgen." Eine ganz tolle Sache! Kontaktadresse: ASB Kreisverband Vogtland e.V. | E-Mail: info@asb-vogtland.com | Telefon 03744-212376.

 



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