Ein Ticket für vier Länder

Nahverkehr Egronet wird immer beliebter

Auerbach/Waldsassen. 

Auerbach/Waldsassen. Das Egronet-Ticket im Vierländereck hat weiter an Anziehungskraft gewonnen. Laut Thorsten Müller vom Verkehrsverbund Vogtland reisten voriges Jahr fast 80.000 Fahrgäste mit Straßenbahn, Bus und Zug durch Tschechien, Bayern, Thüringen und Sachsen. Das sind rund 10.000 mehr als im Jahr zuvor.

Dieser positive Trend wurde am Montag zur Mitgliederversammlung des Kooperations-Verbundes in der Aula des Klosters Waldsassen (Landkreis Tirschenreuth) bestätigt. "Besonders wichtig ist und bleibt die Verbindung von Nahverkehr und Tourismus", erklärte Landrat Rolf Keil (CDU), der auch Vorsitzender des Egronet-Verbundes ist. Breiten Raum in der Zusammenarbeit nimmt die gemeinsame Vermarktung der Egronet-Region ein.

Eine der schönsten Zugstrecken Deutschlands

Während der Zusammenkunft wurde unter anderem das neue Werbevideo zur Elstertalbahn vorgestellt. Es macht Appetit auf Fahrten entlang der Weißen Elster von Gera über Greiz, Plauen bis nach Cheb. Die Verbindung gilt als eine der schönsten Zugstrecken Deutschlands. Die Verantwortlichen sprechen von einem zukunftsfähigen Projekt, das durch die weitere Elektrifizierung des Schienen-Fernverkehrs noch attraktiver werden kann.

Als das Ticket 2001 eingeführt wurde, nutzten rund 10.000 Fahrgäste das länderverbindende Verkehrsnetz. In den vergangenen Jahren profitierten vor allem Familien und Gruppen von den gestaffelten Tarifen. Seit Ende 2017 kann der Fahrschein auch als Handyticket gekauft werden. Entwickelt wurde das "Egronet" vor der "Expo 2000". Mit dem flexiblen Mobilitätssystem können Reisende hunderte Buslinien und Eisenbahnstrecken mit über 7.300 Haltestellen nutzen. Mit einem einzigen Fahrschein kann man bequem von der Bahn auf Bus oder Straßenbahn umsteigen. Heute umfasst das EgroNet-Gebiet eine Fläche von etwa 15.000 Quadratkilometern.