Ein Zeitstrahl von 1933 bis in die Gegenwart

Theater Identität und ein bisschen Hollywood

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Ballett-Chefin Annett Göhre hat viele neue Ideen. Foto: Thomas Voigt

Plauen. Unter dem Titel "Identität" laufen am Theater Plauen-Zwickau die Vorbereitungen für die neue Spielzeit. Generalintendant Roland May kündigte insgesamt 16 Premieren an. Mit den Inszenierungen soll erneut auch junges Publikum angesprochen werden. Im Stück "German History" führt May selbst Regie.

Es handle sich um einen Deutschland-Abend mit Texten von Heiner Müller. "Es ist ein Zeitstrahl von 1933 bis in die Gegenwart." Es sei der Versuch, jungen Leuten ab 14 Jahren geschichtliche Zusammenhänge in experimenteller Form deutlich zu machen. Im "Barbier von Bagdad" arbeitet Operndirektor Jürgen Pöckel mit Migranten und Flüchtlingen zusammen.

Lange Vorbereitung

Ein Jahr Vorbereitung mit Workshops liegt hinter den Akteuren. Es sei sehr anstrengend gewesen aber der Mehrwert ist riesig. "Identität ist etwas, was in allen Stücken infiltriert ist." Viel Bewegung wird es naturgemäß wieder in der Sparte Ballett geben. Ballett-Chefin Annett Göhre will einem möglichst breiten Publikum die Sparte schmackhaft machen und näher bringen.

200 Bewerbungen auf Tänzerrollen

Am 27. Januar nächsten Jahres wird ihr Tanzstück "Dancing Chours Line" erstmals aufgeführt. "Ich will ein bisschen Hollywood ins Vogtland holen." In Vorbereitung auf die neue Spielzeit müssen drei Tänzer ersetzt werden. Insgesamt 200 Bewerber habe es auf die zu besetztenden Lücken im Ballett gegeben. Vor dem Hintergrund wechselnden Personals sprach May von einem Sprungbrett-Theater. Unter anderem verlässt die Schauspielerin Anja Schreiber das Ensemble.