Es summt im Maislabyrinth

Umwelt Im Oettersdorfer Irrgarten geht es um das Bienensterben

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Landwirtin Petra Hirsch mit Honig, ihr Bruder Paul Hirsch, der die Imkerei betreibt, mit zwei Waben im Maislabyrinth. Foto: Simone Zeh

Oettersdorf. Ganz im Zeichen der Biene steht das Maislabyrinth von Petra Hirsch in Oettersdorf. Es geht um das Bienensterben und was die Landwirtschaft damit zu tun hat - oder auch nicht. "Landwirtschaft und Bienen schließen sich nicht aus", sagt Petra Hirsch, Landwirtin in Oettersdorf. "Ich kenne ganz viele Landwirte, die selbst Bienen haben."

Deshalb widmet die Landwirtin ihr diesjähriges Maislabyrinth nahe Schleiz den kleinsten Nutztieren auf dem landwirtschaftlichen Hof. "Wir haben selbst Bienen. Die hatte schon mein Uropa und auch mein Opa, der dieses Jahr 91 wird." Der Senior ist dabei, sein Wissen weiterzugeben.

Vor allem Paul Hirsch hat sich die Grundlagen der Bienenzucht angeeignet. "Mein Bruder und mein Vater haben einen Imkerei-Kurs absolviert", sagt Petra Hirsch. 20 Bienenvölker hat der landwirtschaftliche Betrieb. Die Honigsorten Frühjahrsblüte mit Raps und Sommerblüte werden auf dem Hof und jetzt auch am Maislabyrinth verkauft.

Das Bienensterben hat mehrere Gründe

Da die Landwirtschaft wegen des Bienensterbens in der Kritik steht, will Petra Hirsch mit den Leuten ins Gespräch kommen. Fürs Bienensterben sieht Petra Hirsch mehrere Gründe. "Jeder Straßenrand wird heute gemäht. Auch privat mäht jeder seinen Rasen kurz." In der Landwirtschaft erfolgt der Grünschnitt frühzeitig. Aber es sei unfair, alles nur auf einen Berufsstand zu reduzieren. "Wenn sich die Landwirte an die Vorschriften halten, passiert gar nichts. Schwarze Schafe gibt es überall."

Als Problem des Bienensterbens nennt Paul Hirsch die Varroa-Milbe. "Die ist eingeschleppt worden und kleiner als ein Stecknadelkopf. Sie setzt sich auf die Biene, ernährt sich von ihr und schwächt sie."

Labyrinth hat noch geöffnet

Die Wege im Maislabyrinth zeigen eine Biene im Großformat - erkennbar nur aus der Luft. Unter dem Motto "Es summt und brummt" lädt die Landwirtin in den Irrgarten ein. Bis zum 17. September ist das Maislabyrinth samstags von 13 bis 22 Uhr und sonntags von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Höhepunkt ist die Geisternacht mit vorherigem Kindergruseln am 16. September.