Fehl- statt Traum-Start für Auerbach

Fußball Vogtländer beenden englische Woche ohne Sieg als Drittletzter

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VfB-Trainer Michael Hiemisch (Mitte) und Assistent Bernd Richter (rechts) sind ins Grübeln gekommen. Auerbach ist anstatt Vierter jetzt Drittletzter. Foto: Karsten Repert

Neustrelitz. Fünf Punkte in sechs Tagen hatte der VfB Auerbach nach 225 Minuten in der Tasche. Doch dann verschenkte der Fußball-Regionalligist in der zweiten Halbzeit den zwischenzeitlichen Tabellenplatz vier. Der VfB Auerbach gab die 1:0-Führung bei der TSG Neustrelitz noch aus der Hand und verlor mit 1:2. Damit versauten sich die Göltzschtalter die englische Woche und zugleich den guten Saisonstart.

Alles sprach für Auerbach - bis zur Katastrophe

Die Chance war so groß: Neustrelitz hatte zuletzt am 19. April 2017 ein Punktspiel gewonnen. Die TSG war zudem gegen Cottbus (0:4) und Bautzen (0:1) in ihren Auftaktpartien erfolglos. Und die Vogtländer erzielten im Mittwochs-Heimspiel gegen Neugersdorf trotz doppelter Unterzahl (Platzverweise gegen Marcin Sieber und Alexander Mattern) noch den 1:1-Ausgleich.

Bereits in Altglienicke (Berlin) hatten die Auerbacher ein 1:1-Unentschieden geschafft. VfB-Torwart Stefan Schmidt wirkte ratlos: "Es sprach so viel für uns, als wir in Neustrelitz durch Felix Lietz mit 1:0 in Führung gegangen sind."

Als nächstes kommt der Überflieger Cottbus

Doch in der zweiten Halbzeit lieferte der Gast eine indiskutable Leistung ab. VfB-Neuzugang Lukas Novy tobte: "Das war nix. Wir haben Nullkommanull Punkte verdient." Und sein Keeper Stefan Schmidt kam ins Grübeln: "Was wir uns mühsam mit den Händen aufgebaut haben, rissen wir mit dem Hintern in der Schlussphase komplett ein."

Filip Luksik (70.) und Lincoln Assinouko (88.) wendeten das Blatt und sorgten für den Sieg der TSG Neustrelitz. Der VfB Auerbach empfängt als nächstes Tabellenführer Energie Cottbus (20. August, 13.30 Uhr). Die Lausitzer kommen mit drei Siegen und 12:1 Toren ins Vogtland. In der vergangenen Saison unterlag Auerbach zu Hause mit 0:4 gegen den Ex-Bundesligisten.

Stefan Schmidt meint aber: "Wir sind selbst Schuld an unserer Lage und meistens unter diesem Druck besonders schlagkräftig. Was jeder wissen muss ist, dass wir mit solchen Leistungen wie in Neustrelitz gegen niemanden Punkte holen werden."