Friedenskonzert zum Andenken an die Reformation

Messe Konzert am 22. November in Mylauer Stadtkirche

friedenskonzert-zum-andenken-an-die-reformation
Die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach gibt ein besonderes Konzert in Mylau. Foto: Simone Zeh

Mylau. Der Luther-Spruch "Gott will Friede haben und ist Feind denen, so Krieg anfangen und Friede brechen" steht im Mittelpunkt eines ganz besonderen Konzertes der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach am Mittwoch, 22. November, um 19 Uhr in der schönen Stadtkirche Mylau. Es ist zudem ein Konzertabend anlässlich des 500. Reformations-Jubiläums in diesem Jahr.

Die "Reformations-Sinfonie" Felix Mendelssohn Bartholdys - sie erklingt gleich zu Beginn des Konzertes - ist eng verbunden mit der großen Bewegung, die mit Luthers Thesenanschlag an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg begann und historisch mit dem Westfälischen Frieden 1648 ihren Abschluss fand.

Insbesondere das Zitat des Luther-Chorals "Ein' feste Burg ist unser Gott" im Finalsatz dieser Sinfonie belegt, so heißt es, das Bekenntnis des Komponisten zum protestantischen Glauben.

Von der Reformation zur Gegenwart

Die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach will mit der Aufführung der Friedensmesse von Karl Jenkins "The Armed Man: A Mass for Peace" außerdem eine Brücke schlagen von den Ideen der Reformation hin zu den Problemen der Gegenwart.

Die im Jahr 2000 uraufgeführte Friedensmesse war seinerzeit den Opfern des Kosovo-Krieges gewidmet. Sie hat bis heute nichts an nachhaltiger Popularität verloren und gilt neben dem "War Requiem" Benjamin Brittens als eines der wohl eindrucksvollsten, auch intensiv diskutierten Antikriegsstücke der Gegenwart.

Das Konzert im Mylauer Gotteshaus steht unter Leitung von Generalmusikdirektor Stefan Fraas. An der Aufführung der Messe wirken Jeannette Wernecke (Sopran), Sonja Koppelhubert (Alt), Albrecht Sack (Tenor), Gun Wook Lee (Bass) sowie die Chöre des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau mit. Karten für das Konzert sind im Vorverkauf erhältlich.