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Gedenken in Plauen: Heute ist kein Tag wie jeder andere!

Arbeiteraufstand In Plauen hat man am Abend der Toten vom 17. Juni gedacht

Plauen. 

Plauen. Heute ist eben kein Tag wie jeder andere! Am 17. Juni 1953 kam es in der ehemaligen DDR zu einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten. Dieser Volksaufstand machte deutlich: Die Bürger des Staates protestieren gegen die Politik. Mit ihren politischen und wirtschaftlichen Forderungen gingen die Arbeiter auf die Straße. Das Zentralkomitee der SED hatte zuvor eine Normenerhöhung beschlossen und der Ministerrat hatte die damit verbundene Lohnsenkung bestätigt. Das brachte zum ersten Mal das Fass zum Überlaufen. 20.000 Soldaten und 8.000 kasernierte Volkspolizisten waren seinerzeit im Einsatz. Sie knüppelten den Aufstand vom 17. Juni nieder. Zu beklagen waren mindestens 55 Tote. DDR-Gerichte verurteilten insgesamt etwa 1.600 Menschen im Zusammenhang mit dem Juni-Aufstand.

Genau an diese schlimme Geschichte und an den Mut der Arbeiter gedachte der CDU-Stadtverband heute Abend. Frank Heidan gehörte vor 31 Jahren zu den ersten Protestanten in Plauen, die aus heutiger Sicht den endgültigen Untergang der Deutschen Demokratischen Republik einleiteten. Der frühere Landtagsabgeordnete hielt eine ergreifende Rede. "Dieser Tag darf nicht in Vergessenheit geraten. Denn er war der Ursprung einer langen, immer wieder aufflammenden Protestwelle, die 1989 endlich zum Erfolg geführt hat." Lennart Schorch legte im Anschluss direkt neben dem Wendedenkmal ein Gebinde an der Gedenkstele des 17. Juni nieder.



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