Herzlich willkommen in Ellefeld

Gemeindeleben Empfang für Zugezogene im Feuerwehrgebäude

Ellefeld. 

Ellefeld. Rathaus-Chef Jörg Kerber hat die Zeichen der Zeit erkannt. Wer seinen Wohnsitz nach Ellefeld verlegt, wird mit offenen Armen empfangen und natürlich besonders begrüßt. Kürzlich lud er alle Zugezogenen - darunter auch Rückkehrer - ins örtliche Feuerwehrgebäude ein. Dort stellten sich die Vertreter der Vereine in geselliger Runde vor.

Kölner kauft Haus in Ellefeld

Sebastian Högen hörte gespannt zu. Der gebürtige Kölner kaufte in Ellefeld ein Haus und zog erst kürzlich von Dresden weg. "Das Haus und die Gegend haben mir gleich gefallen."Er fühle sich nicht als typischer Wessi. "Meine Mutter stammt aus Güstrow", verriet der 34-Jährige. Auf die kleine Stadt im Vogtland wurde er aufmerksam, als er vor der vergangenen Bundestagswahl für eine Partei Wahlplakate anbrachte. Alles sei irgendwie Fügung gewesen. "Mir ist sofort die Bücher-Haltestelle aufgefallen." Da er gern liest, sei ihm das positiv in Erinnerung geblieben. Inzwischen verstehe er auch den vogtländischen Dialekt ganz gut.

Zurück in die Heimatstadt

Tina Jüttner folgte ebenfalls der Einladung. Zuletzt wohnte die junge Frau mit ihrem Ellefelder Lebensgefährten in Zwickau. "Mein Freund wollte unbedingt in seine Heimatstadt zurück", plauderte sie aus dem Nähkästchen. Nun will sich das Paar ein Haus bauen. "Für unsere zwei kleinen Kinder ist das ideal." Der Bürgermeister hörte es gern. Schon zum 5. Mal lud er zu dieser Veranstaltung ein. Laut Kerber wurden 2019 164 Zuzüge in Ellefeld registriert. Die Neuen finden Ansprechpartner in 17 Vereinen und drei Kirchgemeinden. Zur Infrastruktur gehört eine Kita sowie die Grundschule. "Damit können wir im ländlichen Raum ganz gut punkten."