In Mühltroff kann man sein Geld in Sand setzen

Volleyball "Werde Pate einer Parzelle des Sandfeldes"

Setze dein Geld in Sand! - So werben der VfB Mühltroff und die Beachvolleyballfreunde für die Fläche gleich neben dem neuen Sportplatz. Denn hier entsteht ein ebenso neuer Beachvolleyballplatz, ein weiterer Mosaikstein des sportlichen Ensembles in der Wisentastadt.

Mühltroff. Der neue Beachvolleyballplatz in Mühltroff nimmt Gestalt an. Er wird sozusagen das I-Tüpfelchen des neuen sportliches Areals des VfB Mühltroff. Gebaut wird in Mühltroff seit rund zwei Jahren, und nachdem der Fußballplatz fertig gestellt wurde und inzwischen grünt, ist nun die Spielfläche für die Volleyballer an der Reihe.

"Wir hatten vorher schon einen Beachvolleyballplatz", sagt Yvonne Kaiser vom VfB Mühltroff. "Aber der war kleiner und das Nebengelände sah ganz anders aus." Der Platz an gleicher Stelle wie jetzt war vor rund zehn Jahren auf Privatinitiative entstanden. Christian Pfeiffer war damals der Initiator. Da mit der Zeit Reparaturen nötig waren und jetzt der Fußballplatz komplett saniert wurde, will man auch dem Beachvolleyballplatz ein neues Aussehen geben.

Werde Pate einer Parzelle des Sandfeldes

"Neu ist die Entwässerung, die an die des Sportplatzes angebunden ist", erklärt Sascha Kaiser von den Volleyballern. Von der Größe her wurde er für Sechser-Teams angelegt. Auf acht mal 16 Meter könnten dann zwölf Leute spielen. Viel, viel Handarbeit bedeutete der Bau der Tribüne in L-Form um den Platz. Dazu wurden gebrauchte Granitsteine verwendet, die man von der Stadt Pausa-Mühltroff bekam. Sie wurden nicht mehr als Straßenborde benötigt. Seit dem Frühjahr packten freiwillige Helfer regelmäßig an, um die Steine erst ausgiebig zu reinigen, neu zu verlegen und zu befestigen. Alles in mühevoller Handarbeit. Oft nachmittags bis in den Abend hinein in kleinen Gruppen. Auch Samstage wurden von den Helfern für die Arbeit geopfert. Unterstützung kam von Firmen aus der Region. Das Ergebnis, eine Tribüne in natürlicher, ausgefallener Optik, kann sich sehen lassen. Jetzt fehlt noch auf dem eigentlichen Platz, auf der Drainageschicht und dem Vlies, der Sand. Und genau dafür werden jetzt Paten gesucht, die sich an den Kosten beteiligen. "Werde Pate einer Parzelle des Sandfeldes", wirbt der VfB. Ein Feld kostet zehn Euro. Die Namen der Spender werden dann auf einer großen Spendentafel zu lesen sein. "Familien, Vereine oder Einzelpersonen können eine Patenschaft übernehmen", so Yvonne Kaiser. "Die Aktion geht bis Ende des Jahres." Zu füllen ist auf dem Spielfeld immerhin eine Höhe von 40 Zentimeter. "Für 142 Quadratmeter brauchen wir 223 Tonnen Sand. Eine Tonne Sand kostet rund 25 Euro." Fertig indes ist schon das kleine Becken, wo sich die Volleyballer den Sand von den Füßen waschen können.

Offizielle Turniere und andere Events

"Wir wollen den Standort für Turniere für den SSVB ausrichten", sagt Christian Pfeiffer. SSVB ist der Sächsische Sportverband Volleyball e.V. Auf dem zukünftigen Mühltroffer Volleyballplatz sollen dann auch offizielle Turniere stattfinden können. "Wir wollen den Sport an sich in der Region bekannter machen und Leute von Jung bis Alt dafür begeistern." Um dies noch zu unterstützen, möchten die Mühltroffer eine eigene Freizeit-Turnier-Serie starten. Auch der Nachwuchs, ob vom VfB Mühltroffer oder dem MSV (Mühltroffer Sportverein), soll angesprochen werden. "Wir bauen den Platz nicht für uns, sondern für alle", sagt Yvonne Kaiser. Für Vereine, ob Fußballer, Volleyballer oder die Sportdamen aus Pausa-Mühltroff. Der Zusammenhalt könne so zudem gestärkt werden. Das jährliche Turnier als Hauptevent auf dem Platz kommt hinzu.

Fertig werden soll der Beachvolleyballplatz nächstes Jahr. Dazu soll ein öffentlich nutzbarer Grillplatz entstehen. Als weiteren Wunsch auf dem Sportareal nennt Yvonne Kaiser eine E-Bike-Ladestation. Auch Livemusikabende oder Naturtheater schweben ihr vor.