Internationale Besetzung bei der "Grünen Truppe"

Verein Arbeitsloseninitiative (ALI) Sachsen engagiert sich in Plauen im Bereich Umweltschutz

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Den Rasenmäher bedient Marhawi Teklu aus Eritrea (rechts). Gocha Ambardanovi aus Georgien, Sror Hussein (Syrien), Khviche Zazoev aus Georgien und der Syrier Osman Huger (von rechts) werden von Ingrid Henschel vom ALI-Verin angeleitet. Foto: Simone Zeh

Plauen. Wie kann man Flüchtlinge am besten integrieren? Ein möglicher Weg ist gemeinsame Arbeit, so wie es der Verein Arbeitsloseninitiative (ALI) Sachsen initiiert hat. "Die Stadtgrüngruppe ist unser Vorzeige-Trupp", sagt Konstanze Schumann von der ALI. Dazu gehören Merhawi Teklu aus Eritrea, Gocha Ambardanovi und Khviche Zazoev aus Georgien sowie Sror Hussein und Osman Huger aus Syrien. Die fünf Männer haben gelernt, wie man mit dem Rasenmäher und anderen Gerätschaften umgeht, auch dass Arbeitsschutz wichtig ist.

Jeder von ihnen hat eine andere Geschichte

"Sie wollen arbeiten, und sie machen das richtig gut", so Schumann. Froh ist sie über Ingrid Henschel, Übungsleiterin bei der ALI. "Sie ist mit Hingabe dabei." Die Seniorin kümmert sich um die grüne Truppe. Ausgeführt werden nichtgewerbliche Arbeiten im Bereich Umweltschutz in Plauen und im Umland. Ziel ist, dass die Menschen durch die Arbeit die deutsche Sprache lernen und soziale Kompetenzen entwickeln. Die beiden Männer aus Syrien leben mit ihre Familien hier.

Sror Hussein ist von Beruf Näher und hat mit seiner Frau zwei Kinder. Osman Huger ist Vater von vier Kindern und gelernter Fliesenleger. Marhawi Teklu aus Eritrea möchte in der Landwirtschaft arbeiten. Warum Gocha Ambardanovi und Khviche Zazoev aus Georgien in Deutschland sind? Ihre Heimat in Georgien ist durch die Grenzstreitigkeiten russisch geworden. Die Nationalitäten verstehen sich nicht. "Wir sind dort nicht willkommen und es ist nicht sicher", sagt Gocha Ambardanovi.

Die beiden Georgier sind froh, bei der ALI zu arbeiten. Gemeinsam ist den fünf ausländischen Mitbürgern, dass ihr Antrag auf Asyl nicht entschieden ist. Je 20 Stunden arbeiten sie pro Woche, pro Stunde gibt es 0,80 Euro. In den weiteren Projekten Soziales Kompetenzzentrum mit Tafel und Suppenküche der ALI, im Auerbacher Begegnungszentrum (ABC) der ALI und in Kirchenmaßnahmen sind ebenfalls Flüchtlinge tätig.