Jetzt winkt der Landeswettbewerb

Ausbildung Qualität als Aushängeschild

Als Kreishandwerks-Meister Mario Kahl dem Metallblas-Instrumentenmacher Max Hertlein die Hand schüttelt, huscht ein Lächeln über das Gesicht des jungen Mannes. Für den Markneukirchener war es ein besonderer Moment. Am Samstag wurde er in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Vogtland für seine sehr guten Leistungen ausgezeichnet. Sein Notendurchschnitt von 1,6 auf dem Abschlusszeugnis kann sich sehen lassen. Damit schnitt er von allen 66 Gesellen aus unterschiedlichen Gewerken am besten ab.

Nach drei Jahren intensiven Lernens im Berufsschulzentrum Klingenthal schaut der 21-jährige optimistisch in die Zukunft. "Im November beginnt die Meisterschule." Eines Tages soll er den Handwerksbetrieb der Markneukirchener Firma Werner-Christoph Schmidt in siebter Generation übernehmen. Kunden aus aller Welt bestellen bei den Vogtländern unter anderem hochwertige Trompeten, Waldhörner und Posaunen. Auf die Qualität der Produkte können sie sich wohl auch künftig verlassen. Kürzlich gewann der ehrgeizige Instrumentenmacher den Landeswettbewerb. Im November folgt nun die Teilnahme am Bundeswettbewerb in Ludwigsburg. Ebenso gut gelaunt nahm Sissi Reichelt aus Hammerbrücke ihren Gesellenbrief entgegen. Vor ihrer Ausbildung zur Friseurin arbeitete sie als Kauffrau für Versicherungen und Finanzen. Nach erfolgreichem Abschluss bereut sie es heute nicht, ins Handwerk gewechselt zu sein. "Nur Büro war nichts für mich. Jetzt kann ich mich viel besser verwirklichen." Seit wenigen Wochen besucht sie die Meisterschule in der Wernesgrüner Haarkunst. "Das mache ich in Vollzeit." Geht alles glatt, winkt schon in einem halben Jahr der Meisterbrief.