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Kuh Maira: Eine Schärpe für 100.000 Liter

Landwirtschaft Agrargenossenschaft Weidagrund ausgezeichnet

Unterreichenau. 

Unterreichenau. Über eine Ehrung konnte sich diese Woche die Agrargenossenschaft Weidagrund freuen. Es gab eine Schärpe - für die Kuh namens Maira. Sie hat bisher 100.000 Liter erbracht. Das ist die Lebensleistung des elf Jahre alten Tieres. "Es ist unsere zweite 100.000-Liter-Kuh", sagt Uwe Seiler, Leiter der Tierproduktion in der Agrargenossenschaft. Die erste hatte der landwirtschaftliche Betrieb im Jahr 2010 gehabt.

Wenn ein Unternehmen eine Kuh mit solch enormer Milchleistung hat, dann meldet sich die Gesellschaft Qnetics, wenn man dort Mitglied ist. Qnetics hat sich erst voriges Jahr aus dem Landesverband Thüringer Rinderzüchter, dem Thüringer Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht und der Zucht- und Besamungsunion Hessen neu gebildet. "Ich wusste schon, dass diese Leistung bei der Maira bald erreicht sein würde", so Uwe Seiler.

Eine Schärpe für die beste Kuh

Einmal im Monat wird im Betrieb vom Verband die Milchleistungsprüfung vorgenommen. Von der Milch jeder Kuh wird eine Probe gezogen und dann ausgewertet. Dem landwirtschaftliche Betrieb gibt dies Sicherheit über die Milchqualität, und man weiß, welche Kühe am besten sind. "Ich möchte dies nicht missen", sagt Uwe Seiler. Nicht zur Milchleistungsprüfung, sondern zur Ehrung waren Dr. Gesine Reimann und Silke Glück von Qnetics gekommen. Eine rot-weiße Schärpe gab es für die Kuh Maira, die Seiler extra aus dem Stall holte. Die Mitarbeiter bekamen ein Präsent und eine Plakette. "Das ist für uns eine schöne Anerkennung", so der Leiter der Tierproduktion in der Agrargenossenschaft.

Die Jahresleistung von Maira liegt bei 14.000 Liter Milch. In den Ranspacher Ställen stehen 620 Kühe. "Die älteste ist 13 Jahre alt. Ziel ist, dass die Kühe alt werden und gesund bleiben", sagt Uwe Seiler. Nächstes Jahr könne man wohl mit der nächsten 100.000-Liter-Kuh rechnen. Gefüttert wird Mais- und Grassilage. Ohne Gentechnik. Dafür wurde der Betrieb voriges Jahr zertifiziert. Die Milch wird an den Milchhof Plauen geliefert. Übrigens bekommt Maira nächste Woche ein Kälbchen. "Sie hat bereits sieben mal gekalbt." Natürlich hoffen die Landwirte, dass das Kalb weiblich ist und später auch mal viel Milch gibt.



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