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Mehr Charme für das Pausaer Freibad

Freizeit Notwendigkeit von Baumaßnahmen

Pausa-Mühltroff. 

Pausa-Mühltroff. Die Waschräume und Umkleiden im Pausaer Freibad am Butterberg, welches genau vor 90 Jahren gebaut wurde, sind dieses Jahr wegen Corona gesperrt. Die Toiletten indes sind wegen dem baulichen Zustand nicht nutzbar. Stadtrat Dirk Förster (CDU) wollte zur jüngsten Stadtratssitzung wissen, was nötig wäre, um die Toiletten zu sanieren. "Vielleicht finden wir eine Lösung", sagte er, der sich von Berufs wegen mit der Materie auskennt. Denn die hölzernen Anlagen würden dem Freibad einen besonderen Charme verleihen. Thomas Weigelt vom städtischen Bauamt will Förster nötige Informationen zum Bau zukommen lassen. Auch Bürgermeister Michael Pohl liegt daran, den hölzernen Bau zu erhalten.

Dringender Sanierungsbedarf der Anlagen

Seit rund fünf Jahren steht im Freibad Pausa in jeder Saison ein Toilettencontainer, welchen die Stadt bestellt, seitdem die Toiletten nicht mehr nutzbar sind. Diese gehören zum Gesamtensemble mit den Umkleiden und den Duschen. Bestehend aus Holz, in der Mitte prangt das Pausaer Wappen, strahlt das Bauwerk einen nostalgischen Charme aus. Die linke Seite ist für die Herren, die rechte für die Damen gedacht. Als das Ensemble einst errichtet wurde, gab es hier noch keine Wasserspülung. Über diese verfügen die Toiletten zwar jetzt längst, aber dennoch sind die sanitären Anlagen veraltet und müssten saniert werden.

Unfälle frühzeitig verhindern

Im Freibadgelände soll es Unfallgefahren geben. Auch das brachte Dirk Förster hervor. Nahe der Tischtennisplatte stehe ein Baum mit starken Ästen und viel Totholz, der geprüft werden sollte. "Wir haben einen historischen Baumbestand auf dem Freibadgelände, darauf sind wir auch stolz", so Thomas Weigelt. Der besagte Baum werde natürlich gesichtet und geprüft, damit nichts passieren könne. Weiterhin nannte Förster die Oberflächeneinläufe, auch als Gully benannt, als Gefahrenquelle, da diese höher stehen würden als die Oberfläche, über welche Besucher gehen. Das Geräte-Pumpenhaus sollte Försters Meinung nach einen Anstrich mit neuer Holzschutzlasur bekommen, da diese jetzige verschlissen sei und nicht mehr lange halten würde. Dirk Förster bat, auch dies prüfen zu lassen.

Die Hoffnung auf schönes Wetter

In die Freizeitanlage dürfen diese Saison zeitgleich höchstens 500 Personen. Das richtet sich nach dem vorhandenen Areal. Statt Zählkarten wird durch Infrarot-Technik am Einlass die Besucherzahl gewährleistet. Damit werden Personal und die Desinfektion gespart. Bislang kam es noch nicht vor, dass Leute draußen warten oder umkehren mussten. "Die Besucherzahlen liegen dieses Jahr niedriger als in den Vorjahren", konstatierte Michael Pohl. Das könne am wechselhaften Wetter, aber auch an der Corona-Pandemie liegen. Viele Familie würden diesen Sommer einen eigenen Pool im Garten dem öffentlichen Freibad vorziehen. 30.000 Euro hatte die Stadt an Einnahmen vom Freibad geplant, vorige Woche war man bei 6.000 Euro an Eintrittsgeld. "Wir hoffen auf noch schönes Wetter", so Pohl.

Da keine mobilen Bänke aufgestellt wurden wegen der Hygienevorschriften, müssen die Badegäste selbst Decken zum Sitzen oder Campingstühle mitbringen. Es sind aber auch die fest installierten Bänke auf dem Areal nutzbar.

Preise wurden neu festgelegt

In dieser Saison gibt es keine Jahres- und Zehnerkarten, sondern nur Tageskarten zu vier Euro. Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 17 Jahre bezahlen drei Euro. Eine Familienkarte (zwei Erwachsene mit eigenen Kindern bis Vollendung des 14. Lebensjahres) kostet neun Euro. Für eine Abendkarte ab 17 Uhr bezahlen Erwachsene drei Euro, Kinder und Jugendliche zwei Euro. Die Eintrittspreise waren bereits Anfang des Jahres, als von Corona noch keine Rede war, vom Stadtrat neu festgelegt worden.