Oberlosa krönt Rekordsaison mit dem Vizemeistertitel

Handball Plauener 30:26-Heimsieg gegen früheren Angstgegner HC Burgenland

Plauen. 

Plauen. Der SV 04 Oberlosa ist durch einen 30:26-Heimsieg (19:12) gegen den früheren Angstgegner HC Burgenland mitteldeutscher Vizemeister geworden. 717 Handballfans feierten in der Kurt-Helbig-Sporthalle nach der Schlusssirene die beste Saison der Vereinsgeschichte. Zugleich bejubelte Spitzenreiter HC Elbflorenz II nach einem 22:20-Auswärtssieg in Pirna den Oberliga-Meistertitel und damit die Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation. "Wir fahren nächste Woche aber nicht zum Kaffeekranz nach Dresden. Wir wollen beim HC Elbflorenz II gewinnen", kündigte SV-Abteilungsleiter Rico Michel an.

Das letzte Heimspiel begann für die zu Hause ungeschlagenen Plauener mit zwei Rückschlägen (0:2). Doch das nützte den Naumburgern wenig. Nach überstandener Zeitstrafe und 3:44 Minuten Spielzeit schubste der SV 04 Oberlosa den früher so übermächtigen Gegner einfach von der Startrampe. Mit brachialer Durchschlagskraft in der Zentrale, ließen es die Spitzenstädter in den folgenden 26 Minuten 19 Mal krachen. Gäste-Trainer Hannes Zerrenner musste Zähne knirschend zugeben, "dass wir diesem Gegner heute nicht gewachsen waren."

In der zweiten Halbzeit erlebte diese von vielen Emotionen geprägte Partie weitere Höhepunkte, wobei Oberlosa die eigenen Würfe nicht mehr so zielsicher verwerten konnte. Das Fernduell mit den Dresdnern sorgte für zusätzliche Brisanz auf der Tribüne. 13 Minuten vor dem Ende schien der SV 04 Oberlosa noch einmal eine Hand an die Meisterschale zu bekommen. Der HC Elbflorenz II geriet in Pirna mit 18:19 in Rückstand. Die Plauener führten zu jenem Zeitpunkt mit 26:20. Doch die Dresdner wendeten in einem dramatischen Endspurt in Pirna noch das Blatt.

 

Optimismus bewahren

 

SV-Kapitän Carsten Klaus ließ sich die gute Laune nicht vermiesen: "Wir sind Vizemeister in der Mitteldeutschen Oberliga geworden. Was für eine Leistung", postete der statistisch gesehen beste Torwart der Liga, während die Sternquell-Brauerei 100 Liter Freibier springen ließ. Besonders viele Schulterklopfer bekam Paul Richter (6 Tore), der auch als "Men of the Match" geehrt wurde. Die Rekordsaison versüßen aus Plauener Sicht übrigens noch zwei weitere Statistiken. Zum einen blieben die Spitzenstädter in allen 13 Heimspielen ungeschlagen (25:1 Punkte) und sie feierten zwölf Heimsiege in Folge. In der Zuschauerbilanz brachte es der SV 04 Oberlosa auf stolze 7.932 Besucher, was einem Durchschnitt von 610 Fans entspricht. Die Kurt-Helbig-Festung hat über einem Jahr kein Fremder mehr gestürmt. Die letzte Heimniederlage datiert vom 14. April 2018, als Oberlosa gegen Delitzsch (21:26) patzte.

 

Statistik

Oberlosa: Klaus, Flämig; Kveton, Wetzel (2 Tore), Weikert, Roth (4), Märtner (1), Trommer-Ernst (3), Mertig (5/davon 2 Siebenmeter), Richter (6), Hertel (4), Kolomaznik (1), Multhauf (4/1)

Zuschauer: 717