Oberlosa stürmt zurück auf Platz drei!

Handball Die Plauener haben die Reserve des HC Elbflorenz mit 24:18 deutlich besiegt

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Das war genau der richtige Moment! "Da muss man eben einfach mal den Ball halten", sagt der Oberlosaer Torwart Erik Petzoldt. Foto: Karsten Repert

Plauen. Der SV 04 Oberlosa ist in der Mitteldeutschen Oberliga zurück auf Platz drei gestürmt. Allerdings leisteten sich die Plauener beim 24:18-Heimsieg (11:10) gegen den bisherigen Dritten - den HC Elbflorenz II - zwei torlose Phasen von insgesamt 20 Minuten, in denen die Plauener alles trafen, nur nicht ins Dresdner Tor.

13 Minuten ohne Tor

Der wieder einmal überragende SV-Schlussmann Carsten Klaus hatte nach der Schlusssirene dann aber gut Lachen: "Wir waren phasenweise völlig von der Rolle, urplötzlich wieder genial. So überraschen wir den Gegner, das Publikum und sogar uns selbst." Mit einem fulminanten 7:2-Start (11.) schockten die Plauener den Kontrahenten. "Warum wir dann das Handball spielen eingestellt haben, ist rätselhaft. Wir wussten nicht einmal mehr, wo das Tor steht", machte sich SV-Trainer Petr Hazl so seine Gedanken.

13 endlose Minuten mussten die 454 Zuschauer auf das achte Oberlosaer Tor warten. Natürlich nutzte die Dresdner Bundesliga-Reserve das Plauener Kollektivversagen. Urplötzlich lag der SV 04 hinten: 7:8 (24.). Dann aber wechselte der Gastgeber wie ein Chamäleon blitzartig sein Erscheinungsbild und führte mit 11:9 (29.).

Zweite Halbzeit war schwierig

Doch mit dem Wiederanpfiff quälten sich die Plauener erneut. Erst in Spielminute 37 gelang Paul Richter die 12:11-Führung. Gäste-Trainer Rico Göde musste neidlos anerkennen, "dass Oberlosa im zweiten Durchgang hinten drin noch besser war, als in der ersten Halbzeit." Die ersatzgeschwächten Gäste bissen sich an Carsten Klaus und seinen Vorderleuten die Zähne aus.

Doch dann ging die Zitterei aus Plauener Sicht wieder los. Ruckzuck schmolzen die beruhigenden Zwischenstände von 19:13 (47.) und 20:14 (51.) auf 20:17 (54.). Es wäre ganz sicher dramatisch eng geworden, hätte Gäste-Torjäger Kay Blasczyk auch seinen fünften Siebenmeter verwandelt. Doch genau in jenem Moment stand mit Torwart-Nachrücker Erik Petzoldt ein Spielverderber zwischen den Plauener Pfosten.

Mit seiner Parade war der Bann gebrochen. Und der Oberlosaer Lukas Lesak krönte seine starke Leistung mit zwei weiteren Toren, die dem Tschechen im Nachgang den Titel "Man of the Match" und ein Sternquell-Set einbrachten.

Statistik

Oberlosa: Klaus, Petzoldt; Kleinert (1 Tor), Wetzel (2), Weikert (1), Peschke (3/ davon 3 Siebenmeter), Roth (4), Englert, Mertig (3), Richter (4), Lesak (4), Hertel, Kolomaznik (2). Zuschauer: 454