Ohne zeitlichen Puffer

Flüchtlingskrise Vogtlandkreis bereitet Notunterkünfte vor

Bis Jahresende werden im Vogtland weitere Flüchtlinge verteilt. Nach Informationen aus dem Landratsamt handelt es sich um rund 1100 Asylsuchende. Zugewiesen werden sie über eine Verteilerliste der Landesdirektion Chemnitz. Um die jederzeit eintreffenden Menschen unterbringen zu können, braucht es Notunterkünfte. Im Moment wird in Absprache mit den Bürgermeistern für einen Sofortbezug sondiert. Zu den geeigneten Gebäuden zählt der "Ellefelder Hof". Ab Dezember sollen dort 40 Personen untergebracht werden. Im Januar nächsten Jahres werde sich die Unterbringungs-Kapazität verdoppeln. Das Gebäude wird für 18 Monate angemietet. Ab 30. November steht die stillgelegte Turnhalle in Rodewisch zur Verfügung. Die notwendigen Reparaturen seien abgeschlossen. Maximal 100 Personen können hier unterkommen. Ebenfalls noch vor Weihnachten soll eine ehemalige Speditionshalle in Obermylau bezugsfertig sein. Vorgesehen ist eine zweijährige Nutzung. Nach erfolgtem Umbau finden hier 150 Asylbewerber ein Dach über dem Kopf. Nach jetzigem Stand der Dinge könne die Lernförderschule in Oelsnitz frühestens Ende Januar 2016 für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Der Vogtlandkreis hat derzeit knapp 1800 Asylbewerber untergebracht, davon 400 in Wohnheimen. Laut Landrat Rolf Keil ist das Arbeitspensum in diesen Tagen enorm. Alle Fäden laufen in einer internen Arbeitsgruppe zusammen. Angesichts der angekündigten Zahlen gibt es faktisch keinen zeitlichen Puffer. Die soziale Betreuung sei mit den Wohlfahrtsverbänden abgestimmt. Die anfallenden Aufgaben werden bisher unkompliziert erledigt. Keil sprach von einer "wertvollen Unterstützung."