Rätselraten um Versetzung der Wolfsbeauftragten geht weiter

Abberufung Warum musste Karin Hohl gehen?

Oberlauterbach. 

Oberlauterbach. Die Abberufung von Karin Hohl hallt immer noch nach. Anfang Mai wurde die Leiterin des Natur- und Umweltzentrums (NUZ) vom Vogtlandkreis auf eine andere Stelle im Landratsamt versetzt. Die Hintergründe sind immer noch unklar. Zuletzt war die NUZ-Leiterin im Krankenstand. Was von der Pressestelle des Vogtlandkreises als normaler Vorgang bezeichnet wird, stößt im Umfeld der 55-Jährigen auf Unverständnis.

Michael Thoss - er ist Vorstandsmitglied im Förderverein des NUZ - kritisierte die Art und Weise der überraschenden Versetzung. In den vergangenen zehn Jahren habe die Kornbacherin dem Umweltzentrum ihren Stempel aufgedrückt und die Einrichtung vorangebracht. Die Umweltpädagogik entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Thema im NUZ.

Liegt es an der Neuregelung der sächsischen Wolfsmanagement-Verordnung?

Die abgesetzte Chefin war vor allem auch durch ihr Wildtier-Monitoring bekannt. Als offizielle Wolfsbeauftragte im Vogtlandkreis war sie Ansprechpartner und Rissbegutachterin. Auch in Sachen Wildkatze und Luchs gilt Hohl als eine anerkannte Expertin. Möglicherweise hat die Neuregelung der sächsischen Wolfsmanagement-Verordnung zur Versetzung Hohls beigetragen.

Mitte Juni dieses Jahres will Sachsen in Deutschenbora (Kreis Meißen) die dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie unterstellte "Fachstelle Wolf" eröffnen. Diese wird auch die bislang durch die Landkreise erfolgte Rissbegutachtung und die Förderung präventiver Maßnahmen übernehmen.