Rainer Meckel blickt auf 84 Jahre Tradition

Firmengeschichte Aus einstiger Kupferschmiede wurde ein führender Badspezialist

Plauen. 

Plauen. Immer wieder stößt der BLICK-Reporter auf unglaubliche Begebenheiten. Zum Beispiel in der Ostvorstadt. Denn von dort aus hat die sechsköpfige Mannschaft um Rainer Meckel im Umkreis von 60 Kilometern außerordentlich viele Stammkunden erobert. Doch dass dieses hochmoderne Plauener Unternehmen (Internet www.meckel-bad.de) zu den ältesten Handwerksbetrieben der Spitzenstadt gehört, das ist kaum bekannt.

Rückblick: 1935 übernahm ein gewisser Artur Schulz die Plauener Kupferschmiede Müller. Damaliger Betriebssitz war die Marienstraße. Dort befindet sich heute das Dörffel-Wohngebiet. Werner Meckel begann dann 1947 im Betrieb den Beruf des Kupferschmiedes zu erlernen. Meckel blieb in der Firma und führte ab 1970 in der Dürerstraße die Geschäfte als Inhaber und Meister fort. "Bis 1989 wurden in unserer Firma Apparate und Behälter für die Lebensmittelindustrie gefertigt. Für Privatkunden stellten wir Warmwasserbereiter, Badeöfen und alle erdenklichen Behälter her. Wir haben Gegenstände im Tauchbad verzinnt und restauriert", erinnert sich Sohn Rainer Meckel an die Vorwendezeit.

Der Mann hat heute zwei Meisterbriefe in der Tasche und seine Leute gelten als Profis, weil der Familienbetrieb damals wie heute von der langjährigen Erfahrung seiner Mitarbeiter lebt. Seit 1992 befindet sich der Betriebssitz in der Knielohstraße, also in der Ostvorstadt. Und aus der einstigen Kupferschmiede sind Badewannen-Doktoren und Duschkabinen-Spezialisten hervorgegangen. Der preisgekrönte Betrieb kann auf inzwischen 27 Jahre Bäder-Sanierung und Renovierung zurückblicken. Heutzutage glauben bekanntlich viele Eltern, ihre Kinder kämen mit einem Master weiter als mit einem Meister. Zuverlässige Handwerks- und Meister-Betriebe wie der von Rainer Meckel aber sind es, die in Zukunft immer wichtiger sind.