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Reichenbacher Verkehrsbetriebe streiken am Mittwoch

Verdi Warnstreik startet mit Dienstbeginn bis 8 Uhr

Reichenbach. 

Reichenbach . Am Mittwoch den 25. September wird es im Vogtland des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu deutlichen Einschränkungen kommen. Trotz mehrfacher Aufforderungen durch die Vereinte Dienstleistungsgesellschaft Verdi, zuletzt am 6. September, blockiert die Geschäftsführung des Reichenbacher Verkehrsbetriebs und der Fahrschule Gerlach GmbH (RVB) weiter die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Beim Reichenbacher Verkehrsbetrieb gibt es keinen Tarifvertrag. Seit Jahren müssen die Beschäftigten zusehen, wie Tarifverträge in Thüringen und gerade auch in Sachsen für den ÖPNV und den Reiseverkehr existent sind und fortgeschrieben werden - für sie jedoch keine Anwendung finden. Die Mitarbeiterschaft fordert die Aufnahme von Verhandlungen zur Anwendung aller jeweils aktuellen tariflichen Regelungen des Arbeitgeberverband Nahverkehr e. V. (AVN) Sachsens, von der Vergütung über die Ausbildung bis hin zur betrieblichen Altersversorgung.

Arbeitnehmer fordern bessere Arbeitsbedingungen

"Die Beschäftigten werden nunmehr ihre Forderungen zur Aufnahme von Tarifverhandlungen durch Warnstreiks deutlich machen", sagt Sven Vogel, zuständiger Gewerkschaftssekretär und Verhandlungsführer von Verdi. Die Tarifkommission hat deshalb einen "Fahrplan" zur Durchführung mehrerer Warnstreiks in den nächsten Wochen beschlossen. Durch tarifliche Regelungen sollen bessere Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel Mindestruhezeiten zwischen den Diensten und maximale Dienstlängen erreicht werden. Dies soll auch zur Verbesserung einer höheren Sicherheit bei der Fahrgastbeförderung dienen. Sven Vogel verweist darauf, dass es nicht darum gehe, die Fahrgäste und Schüler zu bestreiken. Es gebe jedoch keine andere Möglichkeit für die Beschäftigten, ihre Forderungen durchzusetzen. Die Verantwortung für die Beeinträchtigungen liegt allein bei der Geschäftsführung der Reichenbacher Verkehrsbetriebe und der Fahrschule GERLACH GmbH.

Verdi bittet deshalb die Fahrgäste um Verständnis für die Lage der Beschäftigten, welche täglich den ÖPNV in der Region sicherstellen. Der erste Warnstreik wird am 25. September ab Dienstbeginn bis etwa 8 Uhr stattfinden.

Update am 24.09.: Mittlerweile wurde der Streik wieder abgesagt, weil die Arbeitgeberseite nun doch zu Gesprächen bereit ist.



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