Schafft Einheit die nächste Überraschung?

Handball Plauener empfangen am Samstag die bislang enttäuschenden Freiberger

Plauen. Einheit steht völlig überraschend mit 8:8 Punkten auf Platz sieben. Und die Plauener Handballer haben sogar noch Punkte verschenkt. Vor allem die beiden letzten Partien gegen Apolda (24:24) und beim EHV Aue II (29:29) schmerzen die Verantwortlichen auch Tage später noch. "Statt zweier Siege mussten wir uns jeweils mit einem Unentschieden zufrieden geben", ärgert sich Einheit-Trainer Vasile Sajenev. "Das soll nicht überheblich klingen, aber wir können mehr und sind an unserem eigenen Unvermögen gescheitert." Die Spitzenstädter benötigen jeden Punkt für das Saisonziel Klassenerhalt. Sabrina Lukas vom geschäftsführenden Vorstand warnt: "Zwar stehen wir derzeit im Tabellenmittelfeld, aber die Liga ist eng zusammengerückt."

Einheit hat Kevin Model verpflichtet

Die aktuelle Lage: Von einem Medaillenplatz trennen den HC Einheit in der Mitteldeutschen Oberliga nur vier Punkte. Aber zum ersten Abstiegsplatz sind es auch nur drei Zähler Puffer. Das ist Grund genug für die Rot-Weißen, sehr kritisch in die Analyse der eigenen Leistung zu gehen, auch wenn man unter anderen Umständen mit den Remis gegen Apolda und in Aue zufrieden gewesen wäre. "Jede Mannschaft in dieser Liga ist ein schwerer Gegner. Gegen Freiberg dürfen wir uns solche Schwächephasen wie zuletzt nicht leisten", betont Mannschaftskapitän Maximilian Krüger. Weil nach acht Spieltagen nun auch der ein oder andere Spieler angeschlagen ist, haben die Verantwortlichen des Vereins reagiert und den Spielerkader mit Kevin Model verstärkt. Dieser ging vergangene Saison für den ZHC Grubenlampe auf Torejagd und wird erst einmal bis Saisonende für die Spitzenstädter auflaufen.

Plauener empfangen am Samstag Freiberg

Der HC Einheit Plauen empfängt diesen Samstag um 16 Uhr den Vorjahresdritten HSG Freiberg. Die Gäste sind ganz schlecht gestartet. Alle vier Auswärtsspiele gingen verloren. In Oebisfelde (25:30), Bad Blankenburg (24:28), Pirna/Heidenau (23:26) und Delitzsch (22:33) konnten sich die Bergstädter vor allem im Angriff nicht durchsetzen. Im Gegensatz dazu haben die eigentlich sehr offensivstarken Freiberger zu Hause die meisten Tore (124 Treffer in vier Heimspielen) erzielt. Das sagt alles über die Qualität des ursprünglichen Medaillenanwärters. Beim HC Einheit reibt man sich nach acht Spieltagen unterdessen hocherfreut die Augen: "Wenn mir jemand vor Saisonbeginn gesagt hätte, dass wir zu diesem Zeitpunkt mit einem ausgeglichenen Punktekonto dastehen, hätte ich es ihm nicht geglaubt", sagt Einheit-Trainer Jan Richter. "Doch hundertprozentig zufrieden sind wir nicht." Dieser Nachsatz erklärt sich nach den verpassten Siegen von selbst. Die Spitzenstädter haben mit Siegen gegen Pirna, Delitzsch und Aschersleben gezeigt, dass sie in der Liga mithalten können. Und auch gegen die HSG Freiberg dürfen sich die Plauener etwas ausrechnen.