Schnelles Internet wird immer wichtiger

Coronapandemie Datenverkehr ist um 30 Prozent gestiegen

Plauen. 

Plauen. Die aktuelle Situation bringt den Alltag vieler durcheinander, ungeahnte Herausforderungen müssen gemeistert werden und das Durchhaltevermögen eines Jeden wird auf die Probe gestellt. In Zeiten der Corona-Pandemie sind digitale Lösungen im persönlichen Bereich und insbesondere für Unternehmen und Bildungseinrichtungen oftmals die Retter in der Not. Die Arbeit findet im Homeoffice statt, Sportkurse und Lehrinhalte werden digital angeboten. COVID-19 beschleunigt die Digitalisierung, die neben Themen wie Klima- und demografischer Wandel zu den Megatrends gehört, die nicht nur die Welt von heute prägen, sondern bereits seit Längerem wirksam sind.

 

In den Breitbandausbau der Spitzenstadt investiert

 

"Digitale Technologien sind der Schlüssel, um die Arbeitsfähigkeit auch in dieser außerordentlichen Krisensituation zu gewährleisten. Vieles was bisher undenkbar erschien, wird nun zum Standard und auch zukünftig Bestand haben", sagt Peter Kober, Geschäftsführer der Stadtwerke Strom Plauen. Der örtliche Energieversorger hat bereits 2016 die Weichen für die Digitalisierung gestellt, indem er in den Breitbandausbau in der Spitzenstadt investierte. Über 23.000 Haushalte können die Stadtwerke mit schnellen Internetverbindungen versorgen. Demnächst sind dank Glasfaseranschluss bis ins Haus für Haushalte, die sich im Fördergebiet des Vogtlandkreises befinden, sogar Datenübertragungsraten im Gigabitbereich möglich. Nach einer Erhebung des Digitalverbandes Bitkom von Mitte März 2020 arbeitet infolge der Corona-Pandemie jeder zweite Berufstätige ganz oder zumindest teilweise im Homeoffice. Abwechslung und Inspiration werden in Zeiten sozialer Isolation in den sozialen Netzwerken gesucht und dank des Internets kann der direkte Draht zu Familie und Freunden aufrechterhalten werden. Zudem werden mehr als je zuvor Filme und Serien gestreamt.

Es wird mehr Datenvolumen benötigt

 

"Das veränderte Nutzungsverhalten im Zuge der Corona-Pandemie hat eine erhebliche Zunahme des Datenverkehrs zur Folge. Im Telekommunikationsnetz liegt die Gesamtlast der Verbindungen, die für den Transport von Daten- und Sprachdiensten geschaltet ist, derzeit um bis zu 30 Prozent höher als üblich", erzählt Kober weiter. Zudem werden nach Angaben der Stadtwerke vermehrt Verträge mit höheren Bandbreiten abgeschlossen oder es erfolgt ein Wechsel in einen Tarif mit mehr Datenvolumen. "Die Bundesnetzagentur und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stimmen sich regelmäßig mit den Netzbetreibern zum Management des Datenverkehrs ab und beugen so Netzüberlastung vor", so Kober weiter. In Zeiten von Distanz, Abstand und elektronsicher Kommunikation rückt aber auch der Mensch wieder mehr in den Mittelpunkt. "Wir alle sind soziale Wesen. Daher ist seit Unternehmensgründung unser Kundenbüro wichtiger Anlaufpunkt für die Anliegen der Menschen in unserer Stadt", resümiert Kober, der glaubt, dass das persönliche Miteinander nach der Krise trotz fortschreitender Digitalisierung an Bedeutung gewinnt.