Sechs Spiele, ein Punkt - So geht es nicht weiter

Fussball VFC Plauen hat dringenden Gesprächsbedarf

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Alexander Morozow (Mitte) befindet sich derzeit genau wie seine Kameraden im Formtief. Foto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Plauen. Das war grausam. Nach der 1:4-Heimniederlage des VFC Plauen gegen den SV Merseburg 99 steckt der Fußball-Oberligist in der Krise. "Sechs Spiele und nur ein Punkt.

Da muss man nicht drum herum reden. Das ist katastrophal", stellte VFC-Trainer Nico Quade fest. Nur noch 390 Zuschauer wollten das VFC-Spiel sehen. Direkt nach Abpfiff rannte Aufsichtsrat Wolfgang Stark auf den Rasen im Vogtlandstadion.

"Er hat uns seine Meinung gesagt", hieß es aus Mannschaftskreisen. Mehr drang nicht nach außen. Allerdings braut sich beim VFC ein Pulverfass zusammen. Nico Quade räumt ein: "Wir sind dabei, eine ordentliche Saison vollkommen wegzuschmeißen." Vor dem letzten Spiel am Samstag in Brandenburg ist das Rätselraten ausgebrochen.

Ist der Trainer zu lieb zu den Spielern?

Möglich. Auf der anderen Seite spürte man deutlich die Verunsicherung in den Köpfen der jungen Talente. "Man kann jetzt draufhauen. Man kann aber auch sachlich analysieren", stellt sich der Coach vor seine Mannschaft, mit der er nächste Saison vorne angreifen will. Auf der einen Seite kann man zu dem Ergebnis kommen, Vorstand und Trainer hätten falsche Entscheidungen getroffen. Andererseits wurde das, was im Mai nun komplett hinterfragt wird, noch im April gefeiert.

Das Problem könnte sein, dass zu viele VFC-Spieler gleichzeitig nach vier erfolgreichen Spielen (10 Punkte) komplett den Faden verloren haben. Die Konsolidierungsphase endet am 3. Juni. Danach geht's scharf. Von daher sollten die Plauener in Brandenburg gewinnen.