Sieger sind gekürt

Personennahverkehr Zuschlag für zwei Vogtland-Unternehmen

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Im Bild von links: ÖPNV-Geschäftsführer Thorsten Müller, Landrat Rolf Keil (Verbandsvorsitzender), Joachim Steinhäuser (Geschäftsführender Gesellschafter POB) und POB-Geschäftsführer Thomas Schwui. Foto: Karsten Repert

Plauen. Der Sieger der europaweiten Ausschreibung des öffentlichen Personennahverkehrs (Straße) im Verbandsgebiet des ÖPNV Vogtland steht fest. "Alle drei Lose gehen an den Plauener Omnibusbetrieb und die Verkehrsgesellschaft Vogtland, die als Bietergemeinschaft aufgetreten sind." Mit diesen Worten hatten am Montag ÖPNV-Geschäftsführer Thorsten Müller und Landrat Rolf Keil (Verbandsvorsitzender) das über 100 Millionen Euro schwere Paket geschnürt und es quasi an Joachim Steinhäuser (Geschäftsführender Gesellschafter POB, Geschäftsführer VGV) sowie POB-Geschäftsführer Thomas Schwui übergeben.

Ab 13. Oktober 2019 wird das vier Aktenordner dicke Konzept dann von 85 Mitarbeitern in 53 Bussen sowie weiteren Subunternehmern umgesetzt. "Es wird kein Busfahrer arbeitslos. Im Gegenteil: Wir haben sogar noch zusätzlichen Bedarf", kündigten die vier Herren an. Die Besonderheit des Abkommens wird vor allem die Busfahrer und deren Familien freuen: "Unsere Leute bekommen mehr Geld", begrüßte POB-Betriebsrat Frank Seidel den Vertragsabschluss. Acht Jahre hatte sich der Plauener Omnibusbetrieb auf die über zehnmonatige Ausschreibungsphase vorbereitet. Unter anderem wird mit einem zweistelligen Millionenbetrag in eine neue Busflotte investiert. Ein moderner Bus kostet etwa 200.000 Eure netto. Neun Teilnehmer beteiligten sich am Bieterverfahren. Die hohe Kunst ist es gerade in dieser Branche, gute Preise anzubieten und trotz enormer Personal- und Treibstoffkosten nicht pleite zu gehen.