Stillstand gibt es in Neuensalz keinen

Wachstum Hydrauflex eröffnet in Neuensalz dieses Jahr drittes Werk

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Die Hydrauflex kam 1958 nach Plauen: Das Unternehmen kennt seit der Umfirmierung (1994) keinen Stillstand. Das neue Werk 3 wird in der zweiten Jahreshälfte fertig. Foto: Karsten Repert

Neuensalz. Viel zu oft wurde die Industrie im Vogtland schlecht geredet. Häufig auch, weil vielerorts die Geduld fehlt. Wer sich einmal in Ruhe die Firmenvielfalt in Neuensalz anschaut, der stößt auf wirklich tolle Geschichten. Zum Beispiel kam das Unternehmen Hydrauflex vor 60 Jahren nach Plauen. Wie wenige DDR-Betriebe nach dem Niedergang des "Arbeiter- und Bauernstaates" überlebten, ist hinlänglich bekannt. Umso erfreulicher ist aus vogtländischer Sicht, die anschließende Entwicklung. Jan Gerber hat an der Seite seines Vaters - dem Geschäftsführer und Diplom-Ingenieur Rainer Gerber - miterlebt, "wie unser Unternehmen 1994 in Firmenumwandlung zur Hydrauflex GmbH Schlauchleitungen wurde. Wir sind seither ein Familienbetrieb, der ständig gewachsen ist", erzählt Gerber Junior, der selbst als Kaufmännischer Leiter und Prokurist Verantwortung trägt.

Die damals 31 Beschäftigten produzierten Schlauchleitungen, Rohrleitungen, Verbindungselemente und Verteilersysteme. Neun Jahre später folgte der Umzug nach Neuensalz. Jetzt hatte der Systemlieferant für Baumaschinen, Flurförderzeuge, Landmaschinen, Kommunaltechnik und Werkzeugmaschinen bereits 95 Mitarbeiter. Nach Werk 1 (2005) wurde Werk 2 (2012) in Betrieb genommen und inzwischen wartet das nagelneue Werk 3. 180 Mitarbeiter zählt die Hydrauflex. "Bei uns gehen jeden Tag Bewerbungen ein. Wir sind guter Dinge, dass wir weiter wachsen können", sagt Jan Gerber. Viele Gewerbetreibende im "alten" Neuensalz und in den später hinzukommenden Gewerbe-Einheiten dürfen stolz sein auf ihre Mitarbeiter, die im Wettbewerb bestehen. Die Hydrauflex ist übrigens der Nachfolger der "Techno Chemie Kessler & Co. KG", die 1936 in Berlin gegründet wurde.