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VFC verschenkt wieder zwei Punkte

Fußball Plauener sind aber seit neun Spielen ungeschlagen

Plauen. 

Plauen. Der VFC Plauen hat saisonübergreifend neun Pflichtspiele nicht mehr verloren. "Trotzdem treten wir nach diesem 1:1-Unentschieden gegen den VfL Halle 96 auf der Stelle. Ich bin maßlos enttäuscht und fühle mich, als hätten wir verloren." Mit diesen Worten beschrieb VFC-Kapitän Stefan Schumann das Stadiongefühl. 495 Zuschauer hatten gefühlt eine eher schwache Leistung der Plauener gesehen. In Wahrheit aber hatte der VFC im Vogtlandstadion Ball und Gegner beherrscht. Zwölf Ecken, sieben klare Einschussmöglichkeiten und ein deutliches Übergewicht hatten sich die einheimischen erkämpft.

Den Plauenern fehlt noch der Torinstinkt

Am Ende aber zählen die Tore und genau dort wo es brennt, dort stellte sich der VFC "dusselig" an. Selbst beim 1:1-Ausgleich vergab zunächst Marian Albustin einen "Riesen". Erst im Nachschuss erlöste Patrick Grandner (38.) die Gelb-Schwarzen, die in dieser Szene Glück hatten, dass der überragende Gäste-Schlussmann Christian Ignorek diesmal nur die Fingerspitzen an den Ball bekam und so das Leder in seiner Flugbahn nicht mehr entscheidend beeinflussen konnte. Dass die Plauener bis zu diesem Zeitpunkt hinten lagen, es hatte zwei Gründe.

Zuerst gepennt, dann mit kontrollierter Offensive

Zum einen kassierte man trotz vorheriger Trainer-Warnung nach einem Standard den 0:1-Rückstand. "Da kamen von unseren Leuten keine klaren Kommandos, wir gehen nicht richtig hin und dann sind wir auch noch uneins", beklagte VFC-Kapitän Stefan Schumann diese seltsame Schlafeinlage.

Die Vogtländer rannten nach dem Gäste-Tor von Max Zimmer (9.) wie schon gegen Ludwigsfelde (1:1) einem frühen 0:1-Rückstand nach. Was sich beim VFC im Vergleich zur Vorsaison verbessert hat: Die Plauener laufen nach solch einem Tor nicht blind ins Messer. Die Defensive ist viel stabiler geworden. "Das geht erstmal auf Kosten der Offensive. Aber im Lern- und Entwicklungsprozess werden wir noch zulegen", glaubt VFC-Trainer Daniel Rupf.

Alle Signale auf Angriff: Aber geholfen hat es nicht

Der Plauener Coach schickte im weiteren Verlauf alles auf den Platz, was er an Offensivkräften zur Verfügung hatte. Wenn es dann am Ende immer noch 1:1-Unentschieden steht, obwohl eigentlich alles für die Plauener Mannschaft spricht, gibt es ein Fazit mit zwei Ansichten: Wieder hat der VFC zwei Punkte verschenkt und wieder hat der VFC nicht verloren. Kommenden Sonntag (14 Uhr) treten die Spitzenstädter bei der BSG Chemie Leipzig an. Der Topfavorit der Oberliga steht noch mit weißer Weste da. Das heißt, eine dieser beiden Serien wird dann reißen.

Statistik

VFC Plauen: VFC Plauen: Szcepankiewicz - Walther/V (74. Fritzlar), Ranninger, Schumann, Albustin - Lucenka/V, Grandner - Morozow, Komnos (66. Fatajo) - Albert (46. Wüstenhagen), Guzlajevs

Schiedsrichter: Leroy Schott (Treffurt)

Torfolge: Tore: 0:1 Zimmer (9.), 1:1 Grandner (38.)

Zuschauer: 495



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