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Wanderweg soll neu entstehen

Aktiv Mißlareuther wollen auf Lücke aufmerksam machen

Wandern von Mißlareuth aus in Richtung Grobau, Straßenreuth oder andere grenznahe Orte wäre vor etwa 25 Jahren unmöglich gewesen. Denn genau hier begann zu DDR-Zeit das Grenzgebiet, ging es nur mit Passierschein und Kontrolle weiter in Richtung deutsch-deutsche Grenze. Der direkte Weg von Mißlareuth in Richtung des Drei-Freistaaten-Steines, wo sich Sachsen, Thüringen und Bayern begegnen, ist jedoch historisch belegt. Der Weg geht auf eine einstige Handelsstraße zwischen Weida und Hof zurück und wurde bis 1961 genutzt. Dann fiel er dem Eisernen Vorhang zum Opfer. Der Weg wurde mit dem Mauerbau und der Zwangsumsiedlung von Menschen in Grenznähe einfach umgeackert. Dass er endlich wieder als Wanderweg nutzbar ist, das wollen die Mißlareuther erreichen. Er wäre ein Lückenschluss zum vorhandenen Blauen Kammweg. "Unser Ziel ist, dass der Weg gebaut wird", sagt Thomas Schnabel aus dem Ort. "Wir hätten uns gewünscht, dass der Weg als Ausgleichsmaßnahme für die Windkrafträder, die bei uns stehen, gebaut wird." Das sei aber leider nicht geschehen. "Es gibt einen Gemeinderatsbeschluss, dass er gebaut wird."

Um auf den Weg aufmerksam zu machen, haben die Mißlareuther den diesjährigen Westvogtländischen Wandertag unter dem Motto "Grenzerfahrung zwischen Drei-Freistaaten-Stein und Reuther Linde" auch mit in ihr Jahresprogramm der 725-Jahrfeier von Mißlareuth genommen. Und: "Mit dem Chef der Reuther Agrarproduktion bin ich die Strecke vorher abgefahren. Mit der Fahrspur des Jeeps haben wir den Weg für die Wanderung markiert", so Thomas Schnabel. Trotzdem holten sich die Wanderer auf diesem Teilabschnitt schlammige Schuhe an diesem Tag. Zu einem richtigen Wanderweg gehört natürlich mehr, er muss neu gebaut werden. In einer Gegend, die bis heute als noch versteckt gilt.