Zeitreise: Als es noch Kolonialwarenläden gab

Ausstellung Pausa zeigt Kaufläden aus vergangenem Jahrhundert

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Bei diesem Kaufmannsladen gibt es eine Klingel. Das gefällt Elena besonders. Foto: Simone Zeh

Pausa. In den Kaufmannsläden, welche Ute Arnold vom Heimatverein Pausa für die Weihnachtsausstellung "Von Tante Emma und ihrem Laden" zusammengetragen hat, gibt es viel zu entdecken. Der Kaufladen aus der Vorkriegszeit von 1935 hat eine Klingel außen. Damit kann man noch heute den "Verkäufer" schnell herbei rufen. "Unser ältester Kaufmannladen ist von 1900", berichtet Ute Arnold.

14 Shops aus verschiedenen Epochen

Auch der Intershop-Kaufladen fehlt nicht. Insgesamt 14 Läden hat sie für die Ausstellung ausgesucht, aus verschiedenen Zeitepochen und neben welchen für Lebensmittel auch einen für Gemischtwaren und sogar ein Kaufhaus aus den 30er Jahren. Es sind zumeist Leihgaben, auch Andreas Reißmann aus Langenwetzendorf, steuerte einiges bei.

"Die lebensgroßen Puppen sind von dem Sammler", so Arnold. An die Verkaufskultur in verschiedenen Epochen erinnert Ute Arnold ebenfalls. Ob Henkelkorb vom Korbmacher, Nylonnetz oder der Dederon-Einkaufsbeutel in der DDR, alles hatte seine Berechtigung und Zeit.

Früher war das ja so ...

Großeltern können dem Nachwuchs von den Einkaufsgewohnheiten erzählen, denn sicher werden beim Besuch der Ausstellung Erinnerungen wach. Als etwa lose Ware in Tüten aus Papier mit der Aufschrift "Frisch auf den Tisch" oder Milch in Kannen über die Ladentheke gereicht wurden.

Man erfährt, dass in früheren Zeiten etwa Linda Degel in der Zeulenrodaer Straße ihre Ware so verkaufte. Oder dass es um 1940 den Hut- und Putzmacherladen von Albert Hammerschmidt in Pausa gab. Oder dass der Kolonialwarenladen von Kurt Kögler in der Paul-Scharf-Straße in den 30er Jahren zur Weihnachtszeit gut gefüllt war mit Nüssen, Korinthen, Vanilleschoten und weiteren feinen Sachen. Die Schau im Heimateck öffnet an den Adventswochenenden bis 17. Dezember, am 25. und 26. Dezember sowie am 1. und 7. Januar jeweils von 14 bis 17.30 Uhr.



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