• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Zum AWG-Blutspendetag hingen die Lebensretter an der Nadel

Erfolg Wohnungsgenossenschaft in Plauen mobilisierte 33 Spendewillige

Plauen. 

Plauen. 33 Spendewillige waren in die Firmenzentrale des Großvermieters gekommen. Zum Sonderblutspendetag der AWG Wohnungsgenossenschaft in Plauen schritt die Vorstandsvorsitzende Carolin Wolf vorneweg zur Tat. An der Nadel hingen auch Benjamin Adam vom AWG-Kundenservice und Radsport-Tausendsassa Dietmar Hellinger. Außerdem hatten sich acht Erstspender angemeldet! "Dass wir während der vier Stunden derart ausgelastet sind, hätten wir nicht für möglich gehalten", freute sich Michael Pflug mit Blick auf den Vorhaltenotstand im Bereich der Blutkonserven.

Das DRK alarmiert die Bevölkerung

 

Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost setzt für die kommenden Wochen auf die Alarmierung der Bevölkerung. Denn durch die Coronaeinschränkungen wird es immer komplizierter, Blutspendetermine anzubieten. Die Konserven sind jedoch nur begrenzt haltbar. Pressereferent Michael Pflug macht trotzdem Mut: "Es hat sich gezeigt, dass viele unserer Spender den Mehraufwand geduldig ertragen. Dafür können wir uns nur bedanken. Wenn jetzt alle weiter zusammenhalten, wird es keine Katastrophe geben." Der dramatische Appell scheint zunächst übertrieben. Doch beim genaueren Hinsehen wird klar: Eigentlich werden über den gesamten November die Blutkonserven für den Dezember von den Spendern "eingeworben". Es droht der "Ausverkauf". Denn durch den erneuten Corona-Lockdown gerät der Blutspendefluss in bedrohliche Enge. Und der Dezember gilt durch den Weihnachtsstress der Bevölkerung sowie wegen der Feiertage als sehr schlechter Spendemonat. Deshalb warnen Experten bereits jetzt vor Versorgungsengpässen.

 

Es droht ein schlimmes Szenario

 

Michael Pflug will den Teufel nicht an die Wand malen, aber: "Durch das Vogtland führt beispielsweise die Autobahn A72. Wir wollen uns alle nicht ausmalen was passiert, wenn es dort zu einer Katastrophe kommt und Bluttransfusionen in Größenordnungen benötigt werden, die unsere derzeitigen Kapazitäten übersteigen." In solchen Extremsituationen müssten dann beispielsweise Blutkonserven aus anderen Regionen herangeholt und eingeflogen werden. "Der Faktor Zeit spielt dann die Hauptrolle. Es ist ein Szenario, welches wir alle zusammen verhindern können", weiß Michael Pflug. AWG-Pressesprecherin Linda Nitschke ist als junge Mama "sehr erfreut von dieser guten Nachricht. Wir werden natürlich schauen, ob wir demnächst eine weitere Blutspendeaktion mit dem DRK organisieren."

 

Alle Spendewilligen haben sich registriert

Bemerkenswert: "Alle 33 Spendewilligen hatten sich per Anmeldung vorab registrieren lassen, sodass wir sämtliche Hygieneregeln problemlos umsetzen und einen kontrollierten Spendebetrieb gewährleisten konnten. Allen Beteiligten gilt ein großes Dankeschön", zog Claudia Jahn im Vorstandsekretariat der AWG Wohnungsgenossenschaft ein positives Resümee. Jeder Spender erhielt vom DRK ein Verpflegungspaket und als kleine Zusatzmotivation bedankte sich der Großvermieter bei allen Spendern mit einem Kaffeebecher. Der DRK-Blutspendedienst bittet alle Spendewilligen am Dienstag, den 1. Dezember 2020, einen Termin zu vereinbaren. Dann kann man in der Zeit von 7 bis 18:30 Uhr in der Röntgenstraße 2A in Plauen Blut spenden. Telefonische Terminvereinbarung unter der Rufnummer 03741-4070. Weitere Informationen gibt es telefonisch über die kostenlose Spenderhotline (Rufnummer 0800 11 949 11) sowie auf der Internetseite www.blutspende-nordost.de .

 

 



Prospekte & Magazine