Schweres Busunglück auf der A9 - 18 Tote

Polizei Reisegruppe kam aus Sachsen - 30 Personen schwer verletzt

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Foto: Harry Härtel

Münchberg/Bayern. Am Montagmorgen kam es auf der A9 in Oberfranken zu einem schweren Busunfall.

Ein Reisebus ist um 7 Uhr bei sich stauendem Verkehr auf einen Sattelschlepper aufgefahren und in Flammen aufgegangen. 30 der insgesamt 48 Passagiere sind schwer verletzt, die übrigen Insassen galten zunächst als vermisst. Nun heißt es von der Polizei aus dem Landkreis Hof: "Die verbleibenden Personen dürften wohl in dem brennenden Reisebus ums Leben gekommen sein."

Der Reisebus mit einer Seniorengruppe kam aus Sachsen. Die Verletzten sind in die umliegenden Krankenhäuser gebracht worden. Sie werden zusätzlich seelsorgerisch betreut. Für Angehörige ist für Fragen und Informationen die kostenfreie Telefonnummer 0800 / 7766350 geschaltet.

Ministerpräsident Tillich äußerte sich zum Unglück

Ministerpräsident Stanislaw Tillich zeigte sich betroffen zum Busunglück der sächsischen Reisegruppe:"Ich drücke meine tiefe Anteilnahme gegenüber den Familien und Freunden der Opfer aus. Den Verletzten wünsche ich schnelle und vollständige Genesung. Allen Rettungskräften, unseren bayerischen Freunden, danke ich ganz herzlich für ihren schwierigen Einsatz und wünsche ihnen viel Kraft. Ich werde das Geschehen weiter verfolgen und bin in Gedanken bei allen Betroffenen und Beteiligten."

Spezialeinsatzkräfte

Zur Bergung und Identifizierung der Leichen sind Spezialisten der Rechtsmedizin und des Bundeskriminalamtes angefordert. Es sind um die 200 Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr vor Ort. Mehrere Rettungshubschrauber kamen zum Einsatz. Die A9 in Richtung Süden bleibt den ganzen Tag gesperrt, die Fahrbahn Richtung Norden ist wieder für den Verkehr freigegeben.