Erster Doppelhaushalt verabschiedet

Mittelsachsen Die Hälfte der Mittel fließt in den sozialen Bereich

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Foto: stevepb/Pixabay

Freiberg. Der Kreistag hat den ersten Doppelhaushalt des Landkreises Mittelsachsen beschlossen. Er umfasst die Haushaltsjahre 2019 und 2020 und orientiert sich somit zeitlich am Doppelhaushalt des Freistaates. Die Aufwendungen des Ergebnishaushaltes steigen 2019 auf 387 Millionen Euro und 2020 auf 408 Millionen Euro. Ursächlich dafür sind unter anderem ein weiterer Anstieg sozialer Leistungen sowie der Zuschüsse für den öffentlichen Personennahverkehr.

Dafür wird das Geld ausgegeben

"Der soziale Bereich umfasst mit fast 50 Prozent der Auszahlungen erneut den größten Teil des Haushaltes", so der Leiter der Abteilung Finanzen und Controlling Andreas Müller. Allein für die Leistungen für Unterkunft und Heizung sind jeweils 36 Millionen Euro in den beiden Jahren geplant. Für Leistungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sind 2019 und 2020 Aufwendungen in Höhe von jeweils 45 Millionen Euro veranschlagt. "Aber auch kleinere Einzelveranschlagungen sollten Erwähnung finden: Gemäß Kreistagsbeschluss vom September wurde in den Kreishaushalt auch die Erhöhung der Förderung des Kreisfeuerwehrverbandes Mittelsachsen auf 70.000 Euro berücksichtigt", so Müller.

Für Investitionen des Landkreises sind für beide Haushaltsjahre Auszahlungen in Höhe von 56 Millionen Euro geplant. Für Baumaßnahmen an Kreisstraßen werden davon 2019 11 Millionen und 2020 über 12 Millionen Euro bereitgestellt. Diese Baumaßnahmen beinhalten beispielsweise die "Entschärfung" des Burgberges Kriebstein, die Erneuerung der Straße zwischen Hammerleubsdorf und Gahlenz sowie den Ausbau der K 7542 zwischen Naunhof und Bockelwitz. Auch im Hochbau sind mehrere Investitionsmaßnahmen vorgesehen, wie die Sanierung beziehungsweise der erforderliche Anbau für ein Therapiebecken an der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Flöha.