Es wird wärmer - aber nicht diesen Sommer

Wetterprognose Lange heiße Phasen sind laut Meteorologe 2018 die Ausnahme

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Der Sommer soll sehr wechselhaft ausfallen - Sonne, Wolken und Regen im Mix sind angesagt. Fotografik: Christian Mathea

Ist es nun hauptsächlich menschgemacht, oder liegt es an der Erdumlaufbahn um die Sonne. Fakt ist: Es wird immer wärmer. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in den vergangenen Jahren eine zunehmende Erwärmung des Klimas in Sachsen festgestellt. Seit Ende der 1980er-Jahre gibt es fast nur noch zu warme Jahre im Vergleich zu einem langfristigen Durchschnittswert. Geregnet hat es dagegen weniger, vor allem im Frühjahr. Und besser wird es in Zukunft laut DWD keinesfalls. Bis zum Jahr 2100 gehen die Wetterforscher in ihrer Klimaprognose von einer weiteren Erwärmung zwischen zwei und im schlimmsten Fall vier Grad Celsius für Sachsen aus.

Meterologe ist skeptisch

Diplom-Meterologe Dominik Jung von der Q.Met GmbH ist bei solchen langfristigen Prognosen skeptisch. Doch einen anderen negativen Trend, der auch für Chemnitz zutrifft, sieht er ähnlich wie der DWD: "Gerade die Extremwetterlagen gab es in den letzten Jahren recht oft rund um das Erzgebirge mit heftigem Regen und Hochwasser im Sommer. Darauf wird man sich gegebenenfalls auch weiter einstellen müssen", sagt er.

Da will man lieber nicht so weit in die Zukunft blicken. Bleiben wir im Jahr 2018. Wie wird eigentlich der nahende Sommer? "Es gibt keine Wettervorhersagen, die so lange gehen, sondern nur lockere Klimatrends", antwortet Dominik Jung. Für den Sommer 2018 gibt es deutschlandweit solche Trends. Davon abgeleitet erklärt der Meteorologe für Ostdeutschland: "Der Sommer soll sehr wechselhaft ausfallen. Lange heiße Phasen sind eher die Ausnahme. Es wird so ein typisch wechselhafter europäischer Sommer werden. Wahrscheinlich kommt er bei den meisten Menschen wieder gefühlt schlecht an."