Zweimal Max macht vier Pokale

Sport Guter Saisoneinstand für Max Enderlein und Max Kappler

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Max Enderlein fuhr mit Standard-Material zweimal aufs Podest. Foto: Thorsten Horn

Nürburgring. Der Saisonauftakt der wieder einmal neu gestalteten IDM auf dem ebenfalls 90 Jahre alten Nürburgring verlief für die beiden "Mäxe" vom Sachsenring nahezu wunschgemäß.

Während der 20-jährige Hohenstein-Ernstthaler Max Enderlein in der Klasse IDM Supersport 600 einen zweiten und einen dritten Rang belegte, fuhr der ein Jahr jüngere Maximilian Kappler aus Oberlungwitz in der neuen Klasse IDM Supersport 300 einen Sieg und einen zweiten Platz ein.

Lieferengpass bei Yamaha führte zu Komplikationen

Dabei waren vor allem für Max Enderlein die ersten Rennen mit vielen Fragezeichen behaftet, denn sein Motorrad kam erst wenige Tage zuvor. Yamaha hat bei den 600ern derzeit einen Lieferengpass, weshalb sogar die ersten Rennen des nun 40 Saisons alten Yamaha-Cups, in dem auch Moritz Jenkner wieder angreifen will, abgesagt wurden.

"Dadurch haben wir nur eine lackierte Verkleidung, und die kommt erst bei den Rennen ran" erklärte Max´ Vater und Schrauber in Personalunion zu dessen blütenweißen Auftritten im Training.

"Mit den Ergebnissen bin ich aber sehr zufrieden, denn ich bin hier nahezu mit einem Standard-Motorrad gefahren. Wenn wir demnächst testen gehen, sollte noch einiges mehr möglich sein", erläuterte Max Enderlein. Bei Maximilian Kappler lief die Vorbereitung zwar angenehmer, dafür bekam er es mit technisch besser bestückter Konkurrenz zu tun.

Neue 300er-Klasse bei der Superbike-WM

In der auch im Rahmen der Superbike-WM neuen 300er-Klasse, die in Deutschland vorerst nur Cup-Status genießt, kamen zu den sieben IDM-Fahrern 14 Holländer, die auf Grund eines anderen Reglements jedoch mit rund zwei PS mehr Leistung unterwegs sind.

Ungeachtet dessen wurde Max Kappler im ersten Rennen als Siebenter bester Deutscher und mischte im zweiten Lauf bis zum Schluss in der fünf Fahrer umfassenden Spitzengruppe mit.

Am Ende wurde er hinter seinem Teamkollegen Jan-Ole Jähnig Vierter und sagte danach: "Meine Taktik für die letzte Runde ging zwar nicht ganz auf, aber da ich als Tabellenleader abreise, bin ich sehr zufrieden."